Heute ist der 28.05.2026 und wir werfen einen Blick auf das Kantonsspital Glarus (KSGL). Die aktuelle Lage ist ein bisschen wie eine Achterbahnfahrt – es gibt Höhen, aber auch einige tiefe Täler. Seit der Einführung des Sanierungsprogramms zeigt sich, dass der flexible Personaleinsatz positive Effekte hat. Doch die Realität ist, dass der Rückgang der Fallzahlen zu Beginn des zweiten Quartals 2025 das Spital hart getroffen hat. Ein Einnahmeverlust von einer Million Franken ist da nicht einfach zu verdauen!

Im Jahr 2025 musste das KSGL einen Verlust von 3,7 Millionen Franken hinnehmen. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 waren es „nur“ 2,9 Millionen und 2023 sogar 6,5 Millionen. Man könnte sagen, die Zahlen haben sich zwar stabilisiert – aber der Weg zur „schwarzen Null“ bis 2027 ist noch lang. Das Betriebsergebnis 2025 beträgt zwar einen operativen Gewinn von 0,5 Prozent, das klingt zunächst positiv, wird aber nach Abschreibungen und Zinsen leider von einem Defizit überschattet. Es bleibt spannend, ob die langfristige Strategie bis 2030, die von allen Gremien verabschiedet wurde, das Ruder herumreißen kann.

Die Herausforderungen der Zukunft

Ein markanter Rückgang der Fallzahlen hat die Situation verschärft. Die Zahl der stationären Patienten sank auf 4.498, das sind 171 weniger als im Vorjahr. Auch bei den ambulanten Behandlungen gab es einen Rückgang der Taxpunkte um 1,4 Prozent auf 21,3 Millionen. Das ist nicht nur eine Zahl, das sind Menschen, die medizinische Versorgung benötigen. Und während die Geschäftsleitung an der „schwarzen Null“ bis 2027 festhält, stehen sie vor einer echten Herausforderung: Die EBITDA-Zielmarge von 8 Prozent scheint in weiter Ferne.

Der Kanton Glarus hat sich jedoch klar zum KSGL als zentralem Grundversorger bekannt. Die gemeinwirtschaftlichen Leistungen werden um 15 Prozent jährlich für die nächsten sechs Jahre erhöht – das sind 630.000 Franken pro Jahr! Das gibt Hoffnung, dass die Plätze auf der Spitalliste für die kommenden Jahre gesichert sind. Außerdem wurde die strategische Kooperation mit dem Kantonsspital Graubünden weiter ausgebaut. Das könnte eine wichtige Stütze sein.

Ein Wechsel an der Spitze

Ein weiterer Umbruch steht bevor: CEO Stephanie Hackethal verlässt das KSGL Anfang 2026, und ihr Nachfolger Alexander Penssler ist erst seit 100 Tagen im Amt. Die neue HR-Leitung, Riccarda Nachbur-Greco, hat ebenfalls ihren Job erst im Oktober 2025 übernommen. Das bringt frischen Wind, aber auch Unsicherheit. In der Verwaltung sind mit Rafaela Pleisch und Andrea Rytz zwei neue Mitglieder hinzugekommen, während Susanne Jenny Wiederkehr nicht zur Wiederwahl antritt. Ein starker Wind des Wandels weht durch die Gänge des KSGL.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Psychiatrischen Dienste Glarus (PDGL) haben erfolgreich Fahrt aufgenommen, wobei das KSGL mit einem Drittel beteiligt ist. CEO Alexander Penssler vertritt das KSGL im Verwaltungsrat der PDGL. Dies könnte ein weiterer Schritt in die richtige Richtung sein, um die Herausforderungen, die vor uns liegen, zu bewältigen.

Der Blick in die Zukunft bleibt mit einem Hauch von Optimismus. Die Pläne zur Steigerung der Fallzahlen sind in der Mache, und die Strategien für ein integrales Kapazitätenmanagement sind in vollem Gang. Der Geschäftsbericht 2025 ist übrigens digital verfügbar und kann auf der Webseite des KSGL eingesehen werden. Es bleibt abzuwarten, ob diese Ansätze ausreichen, um nicht nur die aktuellen Defizite zu beseitigen, sondern auch eine nachhaltige Entwicklung des Kantonsspitals Glarus sicherzustellen.