Heute ist der 30.06.2026 und während Genf in sommerlicher Hitze glüht, gibt es in der Schweiz einen ganz anderen Grund zur Freude – die Firmengründungen sprießen wie frische Blumen im Frühling! Im ersten Halbjahr 2026 wurden in der Schweiz sage und schreibe 28’538 neue Unternehmen ins Handelsregister eingetragen. Ein Plus von 2,6 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode, das entspricht dem höchsten je gemessenen Wert für ein erstes Halbjahr. Umgerechnet auf die Tage: Durchschnittlich 157 neue Firmen pro Tag. Wow, das ist doch mal eine Ansage! Besonders bemerkenswert ist, dass dieser Wert 14 Prozent über dem Durchschnitt der letzten zehn ersten Halbjahre liegt. Da kann man nur gratulieren!

Beachtenswert ist auch, dass die Gründungstätigkeit in den meisten Landesteilen floriert. Im Tessin etwa gab es ein starkes Wachstum von 14 Prozent, was über 1300 Neueintragungen bedeutet. Auch in Espace Mittelland (+4,2%), Zentralschweiz (+3,3%) und der Ost- und Nordwestschweiz (je +2,6%) gab es Zuwächse. Leider sieht es in der Südwestschweiz nicht ganz so rosig aus – hier gab es einen leichten Rückgang von 0,1 Prozent. Besonders schmerzhaft sind die Rückgänge in Basel-Stadt mit -8,5% und Thurgau mit -12%. Wo bleibt da die Innovationskraft?

Ein Blick auf die Zahlen

Im Juni 2026 wurden 5’278 neue Firmen ins Handelsregister eingetragen. Das ist die zweite Überschreitung der Marke von 5000 Neugründungen pro Monat in diesem Jahr und ein Anstieg von rund 32 Prozent im Vergleich zum Mai. Auch die Zahlen der Löschungen sind bemerkenswert: 4’100 Unternehmen wurden aus dem Handelsregister gestrichen, was rund 47 Prozent mehr als im Vormonat und etwa 32 Prozent mehr als im Vorjahresmonat entspricht. Ein ständiges Kommen und Gehen – das ist der Puls des Marktes!

Im ersten Quartal 2026 wurden bereits 14’666 neue Unternehmen registriert, ein Rekordwert für ein erstes Quartal und ein Wachstum von 4,9 Prozent. Die Altersstruktur der Gründer zeigt, dass die Selbstständigkeit vor allem zwischen 25 und 44 Jahren angestrebt wird. Bei GmbH-Gründungen entfallen 31,2 Prozent auf die Altersgruppe 25–34 und 32,7 Prozent auf die 35–44-Jährigen. Das Durchschnittsalter der Gründer in der Schweiz liegt bei 39,1 Jahren und zeigt, dass auch die erfahrenen Hasen unter den Unternehmern aktiv werden.

Branchen im Aufwind

Die beliebtesten Branchen für Neugründungen sind, wenig überraschend, Beratung, Handwerk und Architektur sowie Ingenieurwesen. Im ersten Quartal 2026 gab es in der Beratung allein 1’542 Gründungen, gefolgt von 1’374 im Handwerk und 1’328 in der Architektur. Da blüht einem als Beobachter das Herz! Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) hat sich als die am stärksten wachsende Rechtsform herauskristallisiert, mit einem Zuwachs von 9,0 Prozent. Das ist auch ein Zeichen dafür, dass die Gründer nach Sicherheit streben.

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Ein besonderes Augenmerk sollte man auf die Regionen legen, die ein starkes Wachstum verzeichnen. St. Gallen führt mit einem Plus von 18 Prozent, gefolgt vom Tessin und Fribourg mit 17,1 und 14,5 Prozent. In 18 Kantonen stieg die Anzahl der Neugründungen, was auf eine dynamische und stabile Gründungskultur in der Schweiz hinweist. Bemerkenswert ist, dass jede zehnte Gründung mittlerweile von Personen über 55 Jahren stammt.

Insgesamt zeigt sich die Gründungstätigkeit in der Schweiz trotz globaler Unsicherheiten positiv. Das zeigt, dass der Unternehmergeist hierzulande lebendig ist und die Menschen bereit sind, neue Wege zu gehen, auch wenn das manchmal wie ein Sprung ins kalte Wasser wirkt. Das ist eben die Schweizer Mentalität – anpacken und einfach machen!