Schweizer Solidarität: Ein Tag für die Erdbebenopfer in Venezuela
Am Donnerstag, dem 3. Juli 2026, wurde in der Schweiz ein nationaler Solidaritätstag für die Erdbebenopfer in Venezuela ins Leben gerufen. Die Glückskette, die sich für humanitäre Hilfe stark macht, konnte dabei über zehn Millionen Franken sammeln – genau gesagt 10’032’254 Franken. Eine unglaubliche Summe, die von zehntausenden Menschen aus allen Ecken des Landes zusammengetragen wurde. Es ist wirklich beeindruckend zu sehen, wie sich die Leute in solch schwierigen Zeiten mobilisieren!
Der Tag wurde feierlich von Bundespräsident Guy Parmelin eröffnet. Ich kann mir vorstellen, wie die Stimmung in den Telefonzentralen in Zürich, Genf, Lugano und Chur war, als Freiwillige und prominente Persönlichkeiten Spendenzusagen entgegennahmen. Diese Erdbeben haben in der vergangenen Woche nicht nur tragische 2295 Menschen das Leben gekostet, sondern auch über 11’267 Menschen verletzt. Und das ist noch nicht alles – viele Personen werden immer noch vermisst. Man fragt sich: Wie kann man in solchen Zeiten helfen?
Humanitäre Notlage
Venezuela steht nach einem verheerenden Zwillingserdbeben vor einer humanitären Katastrophe. Die Erdbeben, die in der Nacht auf Donnerstag östlich der Hauptstadt Caracas mit einer Stärke von 7,2 und 7,5 die Erde erschütterten, hinterließen massive Zerstörung. Anwohner berichten von blockierten Straßen, mangelhafter Infrastruktur und einer unzureichenden Deckung der Grundbedürfnisse. Das Land war ohnehin schon vor den Erdbeben von extremer Armut und einer wirtschaftlichen Krise betroffen. Wie kann es so weit kommen?
Die Glückskette und Organisationen wie Caritas haben die Situation erkannt und sammeln Spenden, um die dringendsten Grundbedürfnisse zu decken: Nahrung, Trinkwasser und medizinische Versorgung. Caritas plant, 100.000 Franken für die Betroffenen bereitzustellen. Erste Hilfsmaßnahmen erreichen zumindest die besser zugänglichen Gebiete, während die Lage in entlegeneren Regionen noch unklar bleibt. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, denn die humanitären Bedürfnisse sind enorm. Die Menschen benötigen dringend medizinische Versorgung, Notunterkünfte, sauberes Trinkwasser und Nahrungsmittel.
Koordinierte Hilfe vor Ort
Die Caritas arbeitet eng mit lokalen Partnerorganisationen zusammen, um die Nothilfe zu koordinieren und auf die dringendsten Bedürfnisse einzugehen. In vielen Regionen hat Caritas Venezuela bereits eine wichtige Präsenz und kann die Bedarfe vor Ort einschätzen. Die Unterstützung konzentriert sich auf Notunterkünfte, Hygieneversorgung, Lebensmittelhilfe und sogar psychosoziale Unterstützung für Kinder und Erwachsene. Es ist beruhigend zu wissen, dass es Organisationen gibt, die nicht nur helfen, sondern auch wissen, was gebraucht wird.
Trotz der verheerenden Umstände bleibt die Hoffnung. Die Menschen in der Schweiz zeigen, dass Solidarität keine Grenzen kennt. Wer helfen möchte, kann weiterhin online über www.glueckskette.ch oder mit dem Einzahlungsschein unter dem Vermerk „Erdbeben Venezuela“ spenden. Denn auch kleine Beträge können Großes bewirken. Es ist einfach beeindruckend, was zusammenkommt, wenn Menschen sich für andere einsetzen – egal, wo sie sind. Es bleibt zu hoffen, dass die Hilfe schnell und effektiv ankommt und den Betroffenen ein Stück Normalität zurückgibt.
