Heute ist der 11.06.2026 und Genf steht vor einer spannenden Zeit. Der G7-Gipfel, der vom 15. bis 17. Juni in Evian, Frankreich, stattfindet, wirft bereits seine Schatten voraus. Man merkt, die Vorbereitungen sind in vollem Gange, und das hat auch direkte Auswirkungen auf den Luftraum. Die Westschweiz wird sich auf einige Einschränkungen einstellen müssen, die wir von anderen Großereignissen wie dem WEF in Davos kennen. Ein bisschen wie ein großes Schachspiel, bei dem die Figuren strategisch bewegt werden müssen – nur dass hier die Figuren in der Luft sind!
Die Staats- und Regierungschefs, die nach Evian reisen, nutzen größtenteils den Flughafen Genf für ihre Anreise. Dabei kommen vor allem die Super Pumas der französischen Armee zum Einsatz, während die USA eigene Transportmittel mitbringen. Mit einem schaurig schönen Klang, der an die unvergesslichen Momente von Helikopterflügen erinnert, landeten am 10. Juni vier CH-47F Chinook Transporthelikopter auf dem Flughafen Genf. Sie waren Teil einer Formation mit dem Callsign „GRIT Four One“ und flogen nach dem Überqueren des Bodensees über das Schweizer Mittelland.
Die Luftraum-Einschränkungen
Wie es sich für solch ein Ereignis gehört, wurde eine temporäre Luftraum-Einschränkung vom Bundesrat für die Genferseeregion genehmigt. Diese Einschränkungen gelten vom 10. Juni 2026, 13 Uhr, bis zum 18. Juni 2026, 3 Uhr Ortszeit und betreffen nicht nur den Flughafen Genf, sondern auch die umliegenden Gebiete wie Évian und Lausanne. Betroffene Flugplätze – darunter La Cöte (LSGP) und Bex (LSGB) – werden während dieser Zeit geschlossen. Wer also plant, in der Region zu fliegen, sollte sich unbedingt vorher informieren!
Zusätzlich werden die Sichtflugverkehre, der nicht-kommerzielle Instrumentenflugverkehr und der Betrieb von unbemannten Luftfahrzeugen stark eingeschränkt. Die Restricted Areas, die sich über 25 nautische Meilen um Lausanne und Evian erstrecken, sind ein deutliches Zeichen dafür, dass hier nichts dem Zufall überlassen wird. Am Mittwoch und Donnerstag, dem 10. und 11. Juni, gab es bereits vorübergehende Sperrzeiten, und die Sperrzone wird aktiv bleiben, solange der Gipfel stattfindet.
Die Sicherheitsvorkehrungen
Die Luftpolizei wird von der Schweizer Luftwaffe, der Genfer Kantonspolizei und der französischen Armée de l’Air et de l’Espace gewährleistet. Man könnte fast sagen, es ist ein kleines Luftfahrt-Festival, nur dass die Teilnehmer nicht zum Feiern, sondern zur Verhandlung und Diskussion von weltpolitischen Themen hier sind. Es wird auch darauf hingewiesen, dass die Einschränkungen je nach Lage jederzeit verschärft oder gelockert werden können. Ein ständiger Blick auf das NOTAM ist also unerlässlich.
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und während sich die Gemüter auf die Gespräche der Staatschefs vorbereiten, schwirren auch die Gedanken an die logistischen Herausforderungen und die strengen Sicherheitsvorkehrungen durch die Luft. Die Vorfreude auf den Gipfel in Evian ist spürbar, und man darf gespannt sein, wie sich all diese Faktoren in den kommenden Tagen entwickeln werden. Ein aufregendes Schauspiel, das ganz sicher in die Geschichtsbücher eingehen wird!