In Genf brodelt es! Rund 900 Angestellte des öffentlichen Dienstes haben sich am Dienstagabend gegen die geplanten Sparmaßnahmen des Kantons erhoben. Die Luft war geladen mit einem Gefühl der Ungerechtigkeit, als sie durch die Straßen zogen und ihre Stimme erhoben. Es geht um die Sparmaßnahmen im Budgetentwurf 2026, die nicht nur ihre Löhne treffen, sondern auch ihre Zukunft. So soll unter anderem die Blockierung der Lohnstufen für 2026 sowie die drei darauffolgenden Jahre stattfinden. Einfrieren des Teuerungsausgleichs – das klingt nicht nur hart, es ist es auch! Gewerkschaften schätzen die daraus resultierenden Lohnverluste auf bis zu 5,1 Prozent. Das ist kein Pappenstiel!

Das, was die Demonstranten auf die Straße brachte, sind nicht nur die angekündigten Einschnitte. Auch ein Gesetzesentwurf, der am Donnerstag im Grossen Rat vorgestellt wird, sieht eine Erhöhung der Beiträge zur Vorsorgekasse des Kantons Genf (CPEG) vor. Und genau hier wird es richtig brenzlig: Diese Erhöhung könnte den Nettolohn um bis zu 12 Prozent senken! Klar, dass die Gemüter hochkochen. Ein dreitägiger Streik wurde bereits angekündigt – das wird spannend! Nach dem Demonstrationszug am Dienstagabend ist für Mittwoch eine große Kundgebung geplant, gefolgt von einer weiteren Demonstration am Donnerstag.

Die Gewerkschaften und ihre Forderungen

Die Gewerkschaften, die das Staats- und subventionierte Personal vertreten, fordern unmissverständlich den Erhalt der jährlichen Gehaltsstufen, eine Lohnindexierung von 2,5 Prozent sowie zusätzliche Stellen. Die Finanzlage des Kantons Genf ist angespannt, das ist kein Geheimnis. Für 2026 wird ein Defizit von 409 Millionen Franken prognostiziert – und Schätzungen deuten sogar darauf hin, dass dieses Defizit auf bis zu 740 Millionen Franken ansteigen könnte! Was für eine Zahl, oder? Das hat Auswirkungen auf die Menschen, die für die öffentliche Hand arbeiten und deren Lebensunterhalt von diesen Entscheidungen abhängt.

Und die Stimmung in der Stadt? Rund 2500 Angestellte haben sich am Dienstag an der Demonstration beteiligt, die durch die Genfer Innenstadt zog. „Le Gel“ – ein Wortspiel, das sowohl „Einfrieren“ als auch „Stopp“ bedeutet, war ein zentraler Slogan der Protestierenden. Das zeigt, wie kreativ und einfallsreich die Menschen sind, wenn es darum geht, ihre Anliegen zu artikulieren. Bereits Ende Oktober hatten rund 1000 Personen aus ähnlichen Gründen demonstriert, und jetzt, da sich die Situation weiter verschärft, scheint die Welle des Protests nicht abzureißen.

Ein Blick auf die Zahlen im öffentlichen Sektor

Werfen wir einen Blick auf die Beschäftigungslage im öffentlichen Sektor. Laut der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) beträgt das durchschnittliche Bruttoeinkommen für Vollzeitstellen im öffentlichen Sektor 91.979 Franken. Das sind immerhin 15.188 Franken mehr als im privaten Sektor! Zudem sind 43% der Beschäftigten Frauen, was zeigt, dass der öffentliche Dienst in vielerlei Hinsicht diversifiziert ist. Allerdings ist der Akademikeranteil im öffentlichen Sektor mit 26% im Vergleich zu 45% im privaten Sektor eher niedrig.

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Die Lohnstrukturerhebung (LSE) zeigt, dass die Gehälter im öffentlichen Sektor tendenziell höher sind, wenn auch die Differenzen variieren. Das wirft die Frage auf, ob die geplanten Sparmaßnahmen wirklich der richtige Weg sind, um mit den finanziellen Herausforderungen umzugehen. Die Methodik der Lohnanalysen zeigt, dass es oft nur selektive Vergleiche gibt, die nicht die ganze Wahrheit abbilden.

In Genf wird sich in den kommenden Tagen entscheiden, wie es weitergeht. Die Menschen machen ihre Stimme laut und kämpfen für ihre Rechte. Die Frage bleibt: Wie wird die Politik reagieren? Die nächsten Tage versprechen spannend zu werden!