Heute ist der 22.04.2026 und die Stadt Genf hat ihre Rechnung für das Jahr 2025 veröffentlicht. Ein Blick auf die Zahlen offenbart, dass die Stadt mit einem Verlust von 2,8 Millionen Franken abschließt. Im Budget war ursprünglich ein viel höheres Defizit von 70,9 Millionen Franken vorgesehen. Diese positive Differenz ist auf Steuerkorrekturen sowie Neubewertungen von Vermögenswerten zurückzuführen. Trotz dieses geringeren Defizits bleibt der Jahresabschluss negativ und mahnt zur Vorsicht.
Der Stadtpräsident Alfonso Gomez von den Grünen betrachtet die Ergebnisse dennoch als positiv, da das Defizit unter den Erwartungen liegt. Finanzvorsteher Gomez äußert jedoch Bedenken über die komplexe internationale Lage und die damit verbundenen finanziellen Belastungen, die zunehmend von Kanton auf die kommunalen Finanzen verlagert werden. Die Nettoeinnahmen in der Rechnung 2025 betragen 1’385,6 Millionen Franken, was einem Plus von 69,3 Millionen Franken entspricht. Die Nettoausgaben belaufen sich hingegen auf 1’388,4 Millionen Franken.
Investitionen für die Zukunft
Ein Lichtblick sind die Nettoinvestitionen, die mit einem Volumen von 217 Millionen Franken erstmals die 200-Millionen-Marke überschreiten. Hierbei wurden 40,5 Millionen Franken für Bauarbeiten rund um den Bahnhof Eaux-Vives verwendet, ein Projekt, das sicherlich zur Attraktivität der Stadt beitragen wird. Zudem flossen 18,2 Millionen Franken in die Erweiterung und Renovierung des Naturhistorischen Museums, ein wichtiger Schritt zur Förderung der Kultur und Bildung in der Region.
Obwohl die Stadt Genf mit einem Defizit abschließt, gibt es also auch positive Aspekte zu berichten. Die Investitionen in Infrastruktur und Kultur sind entscheidend für die zukünftige Entwicklung der Stadt und deren Lebensqualität. Es bleibt abzuwarten, wie sich die finanziellen Rahmenbedingungen in den kommenden Jahren entwickeln werden und welche weiteren Schritte die Stadt unternehmen wird, um die finanzielle Stabilität zu gewährleisten.
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