Heute ist der 29.05.2026 und Genf hat wieder einmal von sich reden gemacht! Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) hat den imposanten RTS-Turm für satte 150 Millionen Franken verkauft. Käufer ist die Hans-Wilsdorf-Stiftung, die ja bekanntlich auch die Eigentümerin von Rolex ist. Das ist ein echter Kracher, der nicht nur die Medienlandschaft beeinflusst, sondern auch die künftige Ausrichtung der SRG entscheidend prägen wird.
Was bedeutet das für die SRG? Nun, von den 150 Millionen Franken werden etwa 100 Millionen als Gewinn verbucht. Das ist kein Pappenstiel! Dieser Gewinn wird dafür verwendet, um die Restrukturierungskosten zu decken und Investitionen für die Zukunft zu tätigen. Die SRG hat sich viel vorgenommen: Bis 2029 stehen umfassende Sparmaßnahmen auf der Agenda, insbesondere in Anbetracht der vom Bundesrat beschlossenen Senkung der Medienabgabe. Es scheint fast, als ob die SRG das Ruder herumreißen will – und das mit einem klaren Plan, den sie unter dem Namen „Enavant“ vorantreiben.
Umzug und neue Perspektiven
Nicht nur der Verkauf des Turms ist ein wichtiger Schritt, sondern auch der Umzug der Nachrichten- und Sportredaktionen in den Kanton Waadt. Dort plant die SRG, ein neues Zentrum für Videoproduktion einzurichten. Ein mutiger Schritt, denn die Mitarbeitenden in Genf bleiben in der Regel vor Ort – bis auf die eben genannten Redaktionen. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die lokale Medienlandschaft, die sich verändern wird, wenn die RTS-Mitarbeitenden ihre Zelte in Genf abbrechen.
Und es wird nicht nur ein neuer Standort für die SRG geschaffen. Der RTS-Turm soll sich zu einem Zentrum für Medien, Forschung und Bürgerinitiativen entwickeln. Neben der SRG werden dort auch die Medienhäuser „Le Temps“ und „Heidi.news“ sowie der Think-Tank Prospera einziehen. Das klingt nach einem spannenden Schmelztiegel für Ideen und Innovationen. Der Kanton Genf gab den Anstoß für dieses Projekt – ein Schritt in die Zukunft, der den Turm zu einem lebendigen Ort des Austauschs über Digitalisierung und gesellschaftlichen Zusammenhalt machen soll.
Die Verwaltung und Ausblick
Die Verwaltung der Liegenschaft wird von der neu gegründeten Stiftung „FOCUS, Fondation La Tour en Communs“ übernommen. Das Grundstück bleibt weiterhin im Besitz des Kantons Genf. Man könnte sagen, dass hier eine Art neue Ära beginnt, nicht nur für die SRG, sondern für die gesamte Region. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln werden, aber eines ist sicher: Die Weichen sind gestellt, und die Zukunft sieht vielversprechend aus!
Inmitten all dieser Veränderungen bleibt die SRG bis mindestens 2029 Hauptmieterin des Turms. Ein recht langfristiger Plan, der zeigt, dass man auf Kontinuität setzt, während gleichzeitig neue Wege beschritten werden. Es ist geradezu spannend zu beobachten, wie sich die Medienlandschaft in der Schweiz weiterentwickelt und welche Rolle der RTS-Turm dabei spielen wird.