Genf als Vorreiter für nachhaltige Ernährung: Der «lokal+fair»-Award im Fokus
Heute, am 20. Juni 2026, erstrahlt die Stadt Genf nicht nur im Glanz der Alpen, sondern auch in der strahlenden Auszeichnung des «lokal+fair»-Awards von Faire Märkte Schweiz. Diese Ehrung ist mehr als nur ein Titel – sie ist ein Zeugnis für das langjährige Engagement der Stadt für regionale Lebensmittel, kurze Lieferketten und eine nachhaltige Ernährungspolitik. Genf wird damit als Pionier in der kommunalen Ernährungspolitik in der Schweiz gefeiert, und das ist wirklich bemerkenswert!
Das Programm «Nourrir la Ville» verfolgt eine umfassende Ernährungspolitik, die verschiedene Aspekte vereint: von der regionalen Lebensmittelproduktion über den Klimaschutz bis hin zur urbanen Landwirtschaft. Hier geht es nicht nur darum, den Menschen etwas auf den Teller zu bringen, sondern auch um Gesundheit, nachhaltige Beschaffung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ein wahres Rundum-Paket, könnte man sagen! Genf hat das Thema Ernährung sogar in seine Nachhaltigkeits- und Klimastrategie integriert, was die gesamte Vision noch greifbarer macht.
Ein Netzwerk für nachhaltige Ernährung
Die Schwerpunkte von «Nourrir la Ville» drehen sich um kurze Lieferketten und die Förderung urbaner Landwirtschaft. Das klingt nicht nur gut, sondern schmeckt auch gut! Genf arbeitet eng mit Produzenten, Genossenschaften und verschiedenen Organisationen zusammen – darunter Genève Cultive, ma-terre und die Swiss Food Academy. Und das Beste ist: Die Stadt informiert aktiv die Bevölkerung über nachhaltige Ernährung und setzt sich dafür ein, dass regionale Produkte auch in öffentlichen Einrichtungen auf den Tisch kommen.
Eine Charta für nachhaltige Ernährung verpflichtet städtische Verpflegungsbetriebe dazu, regionale und nachhaltig produzierte Lebensmittel zu bevorzugen. Das ambitionierte Projekt «lokal+fair» unterstützt Gemeinden dabei, regionale Produzenten und lokale Gewerbebetriebe zu stärken. Gemeinden, die bestimmte Kriterien erfüllen, können sich über die Auszeichnung freuen und werden als Vorbilder präsentiert. François Lefort, der Präsident von ma-terre, hebt die Mehrwerte einer nachhaltigen Ernährungspolitik auf mehreren Ebenen hervor – und das zu Recht!
Ein Blick über die Grenzen
Und während Genf mit seinem vorbildlichen Ansatz glänzt, gibt es auch in anderen Städten Bewegung. Städte wie Köln, Freiburg und Stuttgart haben ebenfalls Ernährungsstrategien entwickelt, die die Weichen für eine nachhaltige Zukunft stellen. In Deutschland sind es ganze Bundesländer, die sich diesem Thema annehmen, darunter Bremen, Berlin und Hessen. Der Modellregionenwettbewerb “Besser Essen in der Region” fördert spannende Projekte mit dem Ziel, mehr Bio auf den Tisch zu bringen und Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Hier wird klar, dass es einen grösseren Trend gibt – das Bewusstsein für regionale Wertschöpfungsketten wächst.
Dennoch: Die Herausforderung bleibt, regional produzierte Bio-Lebensmittel in den nötigen Qualitäten und Mengen zu beschaffen. Oft fehlt es den Großküchen an Kapazitäten, um frische Produkte selbst zu verarbeiten. Hier kommen Know-how und Schulungen für Küchenteams ins Spiel, denn ohne das richtige Wissen kann auch der beste Plan ins Stocken geraten. Ein saisonal-regional ausgerichteter Speiseplan mit einem hohen Bio-Anteil und weniger Fleisch wird immer mehr zur Norm. Auch die Einrichtung von Bildungs- und Kompetenzzentren nimmt zu, um Verpflegungsverantwortliche zu schulen und zu beraten.
So zeigt sich, dass Genf nicht allein auf weiter Flur ist. Die Stadt, die heute ausgezeichnet wurde, ist Teil eines größeren Puzzles, das sich aus regionaler Identität, ökologischen Herausforderungen und dem Streben nach einer besseren, nachhaltigeren Ernährung zusammensetzt. Ein spannendes Thema, das uns alle betrifft!
