Heute ist der 29.06.2026, und während ich hier in Genf sitze, kann ich die drückende Hitze förmlich spüren. Die letzten Wochen waren wie ein einziger, großer Hitzeschock. Temperaturschübe, die uns aus der Bahn werfen. Dominique Bourg, ein kluger Kopf, der sich mit Umweltfragen beschäftigt, warnt, dass wir uns auf Temperaturen von bis zu 50 Grad in Genf in den nächsten zwei Jahrzehnten einstellen müssen. Bei diesem Gedanken wird mir ganz schwummerig. Wo soll das nur hinführen?

Die aktuelle Hitzewelle in der Schweiz hat bereits Rekorde aufgestellt – 39 Grad in Basel, und das ist nur der Anfang. Bourg gibt den politischen Entscheidungsträgern und den wirtschaftlichen Eliten eine klare Mitschuld am Klimawandel. Ja, es ist wirklich an der Zeit, dass sich etwas ändert! Die Schweiz erwärmt sich doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. Das ist nicht nur eine Zahl, das betrifft uns hier und jetzt. Während die Temperaturen durch die Decke gehen, leidet unsere Vegetation erheblich. Vögel, die unter der Hitze leiden, sterben oder werden verletzt. Es ist ein Teufelskreis, der uns alle betrifft.

Die alarmierenden Prognosen

Ein Blick in die Zukunft zeigt uns düstere Bilder. Bourg spricht von möglichen Szenarien, in denen wir 60 Tage mit tagsüber 35 Grad und nächtlichen Temperaturen zwischen 25 und 27 Grad verbringen könnten. Das klingt, als würde der Sommer nie enden. Die Schweizerische Akademie der Wissenschaften hat bereits festgestellt, dass die Schweiz sich schneller erwärmt als der Rest der Welt. Die Ursachen sind vielschichtig, aber das Abschmelzen der Alpengletscher ist einer der Hauptakteure. Es ist ein Spiel mit dem Feuer, und wir stehen am Rand des Abgrunds.

Der Juni 2025 war der zweitwärmste Monat seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen im Jahr 1864. Prognosen deuten darauf hin, dass wir nicht nur die Hitze von 2025 spüren werden, sondern dass die kommenden Jahre noch mehr Rekordwerte bringen könnten. Wenn ich daran denke, dass zwischen 2015 und 2024 die drei wärmsten Jahre in der Geschichte der Schweiz stattfanden, wird mir ganz anders. Fast 2,3 °C mehr als im Durchschnitt der Jahre 1951 bis 1980 – das ist nicht einfach nur eine Statistik, das sind unsere Lebensbedingungen, die sich rapide verändern.

Die Gesellschaft im Wandel

Bourg appelliert an die junge Generation, ihre Angst in Handeln umzuwandeln. Er fordert einen radikalen Wandel, um den Herausforderungen der globalen Erwärmung zu begegnen. Mit einem kritischen Blick auf politische Entscheidungsträger – und nicht zuletzt auf Donald Trump – bringt er einen Punkt auf den Tisch: Entscheidungen müssen auf fundierter Klimaforschung basieren. Es ist höchste Zeit, dass wir die Weichen richtig stellen, bevor es zu spät ist.

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Wir sind ein Binnenland, und ohne die abfedernde Wirkung der Ozeane spüren wir die Auswirkungen des Klimawandels umso stärker. Hitzewellen stellen ein Gesundheitsrisiko dar, insbesondere für unsere älteren Mitmenschen. Die Landwirtschaft und unsere schönen Bergregionen stehen unter Druck, und der Gletscher- und Permafrostschmelze sind nicht zu unterschätzen. Die Zahlen sprechen für sich: Die Temperaturen steigen stärker nördlich der Alpen um 3 °C, als südlich mit „nur“ 2,7 °C. Es ist ein schleichender Prozess, der uns die Füße wegzieht.

Ich frage mich, wie wir als Gesellschaft auf diese Herausforderungen reagieren können. Vielleicht gibt es Hoffnung durch die bereits unternommenen Schritte vieler Gemeinschaften. Aber das reicht nicht aus. Wir müssen gemeinsam handeln – jetzt. Die Welt draußen brennt, und wir sitzen hier und müssen überlegen, wie wir das Feuer löschen können.