Umweltalarm: Epagny und das stille Wasser der Albeuve in Gefahr
Heute ist der 21.06.2026 und die Sonne strahlt über Freiburg. Doch nicht alles ist so heiter, wie es scheint. Ein besorgniserregender Vorfall hat sich in der Gemeinde Epagny ereignet. Am Samstag, dem 20. Juni, gegen 19:30 Uhr, wurde die Albeuve, ein kleiner und sonst so friedlicher Fluss, von einer bedrohlichen Verschmutzung heimgesucht. Über die Einleitungsstelle, die an das kommunale Kanalisationsnetz angeschlossen ist, trat eine trübe, weiße Flüssigkeit aus – und das nicht allein. Eine rote Substanz, die wie ein ungebetener Gast wirkte, mischte sich in das Wasser.
Die Ursache? Eine verstopfte Leitung oberhalb der Einleitungsstelle. Überlauf aus mehreren verstopften Kammern – da hat sich einiges angestaut! Sofort wurde ein Unternehmen beauftragt, die Leitungen zu reinigen. Der Unterstützungsdienst bei Verschmutzungen (UDV) stellte die nötigen Leitungspläne zur Verfügung, und die Fachleute des Amtes für Umwelt (AfU) sowie des Amts für Wald und Natur (AWN) machten sich auf den Weg zur Lagebeurteilung.
Ökosystem unter Druck
Die Folgen waren erschreckend: Mehrere tote Fische wurden gefunden, und das Ökosystem der Albeuve litt erheblich unter dieser Umweltkatastrophe. Die Gemeinde sah sich gezwungen, das Baden im Gewässer zu untersagen – eine Maßnahme, die nicht nur für die Sicherheit der Badegäste, sondern auch für den Schutz der Umwelt notwendig war. Nutzer wurden eindringlich gebeten, die Hinweise vor Ort zu beachten.
Was die Situation noch dramatischer macht: In einer anderen Region, in Frantschach-St. Gertraud, Österreich, hat sich ein ähnlicher Fall ereignet. In der Nacht auf Sonntag, dem 8. März, kam es in der Papierfabrik Mondi zu einem Störfall, der eine deutliche Verunreinigung der Lavant zur Folge hatte. Hier wurde ein stark erhöhter Wert an chemischem Sauerstoff im Abwasser festgestellt – ein klarer Hinweis auf Schadstoffe. Auch hier traten schädliche Laugen aus und gelangten über das Kanalnetz in die Kläranlage.
Fischsterben und Umweltschutz
Die Auswirkungen waren sichtbar: Spaziergänger berichteten von Schaum und milchiger Trübung im Wasser, und zahlreiche tote Fische fanden sich an der Aulandschaft bei St. Andrä. Die Behörden wurden sofort informiert, und erste Einschätzungen deuteten auf eine mögliche Ammoniakvergiftung der Fische hin. Während die Behörden auf Stabilisierung der Wasserwerte hofften, kündigte Mondi an, die Ursache des Störfalls zu analysieren und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zu prüfen.
Diese Vorfälle werfen ein grelles Licht auf die Herausforderungen, vor denen unsere Gewässer stehen. Die Natur ist empfindlich, und jede noch so kleine Störung kann weitreichende Folgen haben. Ob in Epagny oder in Frantschach-St. Gertraud – der Schutz unserer Gewässer sollte stets an oberster Stelle stehen. Der Bericht des Amtes für Umwelt über die Verschmutzung der Albeuve wird sicherlich wichtige Erkenntnisse liefern, die uns helfen, solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.
