Das Theater Freiburg hat Grund zur Freude! Am Dienstag gab die Stadt bekannt, dass Leslie Suganandarajah ab dem 1. September 2027 als neuer Generalmusikdirektor das Zepter schwingen wird. Er setzte sich in einem Auswahlprozess gegen stolze 129 Bewerber*innen durch. Man kann sagen, das war kein Spaziergang im Park!
Der gebürtige Sri Lanker, der mit seiner Familie als Zweijähriger nach Deutschland kam und in Hannover aufwuchs, bringt eine Menge Erfahrung mit. Seit 2019 ist er Musikdirektor am Landestheater Salzburg und hat sich dort bereits einen Namen gemacht. In Salzburg inszenierte er unter anderem Wagners „Lohengrin“ und dirigierte große Werke wie Verdis „Aida“ und Richard Strauss‘ „Der Rosenkavalier“. Jetzt hat er die Chance, mit dem Philharmonischen Orchester Freiburg neue musikalische Räume zu erschließen.
Ein beeindruckender Werdegang
Leslie Suganandarajah wurde 1983 in Colombuthurai geboren. Seine musikalische Reise begann schon in der Schulzeit, als er Klavier, Querflöte und Orgel erlernte. 2002 startete er sein Musikstudium an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover, bevor er 2004 nach Lübeck wechselte. Hier studierte er Klavier bei Jacques Ammon und Dirigieren bei Gerd Müller-Lorenz. Später schloss er sein Dirigierstudium bei renommierten Lehrern wie Nicolas Pasquet und Anthony Bramall ab.
Seine erste Anstellung als Kapellmeister hatte Suganandarajah am Theater Koblenz in der Spielzeit 2012/13, gefolgt von einem Wechsel ans Landestheater Linz im Jahr 2017. Dort hat er nicht nur viel erlebt, sondern auch seine Fähigkeiten weiter verfeinert. Die Auswahlkommission in Freiburg war beeindruckt von seiner präzisen Technik und seiner genauen Arbeitsweise. Roland Meder, der Kulturbürgermeister, lobte ihn als Künstlerpersönlichkeit. Felix Rothenhäusler, der Intendant des Theaters, bezeichnete ihn als starken künstlerischen Partner.
Ein Blick in die Zukunft
Was wird uns also mit Suganandarajah erwarten? In der Saison 2025/26 plant er Neuproduktionen von Wagners „Der fliegende Holländer“ und Tchaikowskis „Eugen Onegin“. Das wird sicher ein Highlight für das Freiburger Publikum. Neben seiner neuen Rolle in Freiburg wurde er zudem als Chefdirigent der Konzertsparte am Oldenburger Staatstheater für die Spielzeiten 2026/27 und 2027/28 ernannt. Ein vielbeschäftigter Mann, könnte man sagen!
Seine umfassende Erfahrung mit verschiedenen Orchestern in symphonischen Konzerten und Opern wird ihm helfen, frischen Wind in die Freiburger Musikszene zu bringen. Auch Gastauftritte beim Bruckner Orchester Linz, MDR-Sinfonieorchester und Royal Philharmonic Orchestra stehen auf seiner Agenda. Es bleibt spannend, was Suganandarajah mit seinem facettenreichen Repertoire und seinem differenzierten Verständnis für Aufführungspraxen alles auf die Beine stellen wird.
Die Stelle des Generalmusikdirektors ist keine einfache Aufgabe. Es erfordert nicht nur kreative Visionen, sondern auch eine gute Portion Organisationstalent. Theaterdirektoren sind für die künstlerische Ausrichtung und das betriebswirtschaftliche Management verantwortlich, was ein gewisses Maß an Stress mit sich bringen kann. Aber Suganandarajah hat bereits bewiesen, dass er unter Druck arbeiten kann – und das mit Bravour!
In Freiburg wird er zweifellos neue Impulse setzen und die Zuschauer mit seinem musikalischen Können begeistern. Man kann gespannt sein, wie sich die Zusammenarbeit zwischen ihm und dem Philharmonischen Orchester gestalten wird. Eines ist sicher: Die Freiburger Kulturszene darf sich auf spannende Zeiten freuen.