Heute ist der 18.05.2026 und wir werfen einen Blick auf ein sehr wichtiges Thema für die Gewässer im Kanton Freiburg. Aquatische Neobiota – ja, das klingt ein bisschen nach Wissenschaft, nicht wahr? Aber dahinter verstecken sich gebietsfremde Wasserorganismen wie die Quaggamuschel oder die Schwarzmeergrundel, die in unseren Seen und Flüssen großen Schaden anrichten können. Diese kleinen Biester haben die unangenehme Angewohnheit, sich durch Schiffe, Wassersport- und Angelgeräte unbemerkt auszubreiten. Und das hat nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische Dimensionen, denn jährlich verursachen invasive Arten Schäden in Millionenhöhe! Da hilft kein Wegschauen – wir müssen handeln!

Einmal etabliert, sind sie ein hartnäckiges Übel. Sie verdrängen einheimische Arten und beschädigen die Infrastruktur. Die gute Nachricht? Es gibt Maßnahmen, die wir ergreifen können, um die Ausbreitung dieser ungebetenen Gäste zu verhindern. Halter von immatrikulierten Schiffen sind verpflichtet, eine Erstmeldung mit dem Standortgewässer einzureichen. Nach dieser Meldung gibt’s eine Bescheinigung, die gilt, solange das Gewässer unverändert bleibt. Wenn die Schiffe dann in andere Gewässer wechseln, muss das elektronisch gemeldet und das Schiff von einer zertifizierten Reinigungsstelle gereinigt werden. Das klingt nach ein bisschen Aufwand, aber es ist notwendig!

Verhaltensregeln für Schifffahrt und Wassersport

Die Vorschriften sind bereits in mehreren Kantonen wie Bern, Luzern oder Zürich in Kraft. Wer sich nicht daran hält, muss mit Geldbußen rechnen. Aber keine Panik für die, die kein immatrikuliertes Schiff besitzen – für nicht immatrikulierte Schiffe und Wassersportausrüstung gibt es zwar keine Reinigungspflicht, doch die empfohlenen Maßnahmen sind einfach und durchaus sinnvoll: Ausrüstung gründlich reinigen oder einfach mal mit warmem Wasser spülen. Und ein Hochdruckreiniger an einem Ort, der an die Kanalisation angeschlossen ist, tut auch gute Dienste.

Ein weiterer Tipp: Das Entleeren von Wasserrückständen und das gründliche Trocknen der Ausrüstung sind einfache, aber effektive Mittel, um invasive Arten fernzuhalten. Denn wir wollen ja nicht, dass beim nächsten Angelausflug plötzlich ein Quaggamuschel-Schnurrbart aus dem Kescher guckt, oder? Schließlich geht es um den Schutz unserer Gewässer und die Erhaltung der heimischen Biodiversität.

Ein Aufruf zum Handeln

Letztlich sind wir alle gefragt, wenn es darum geht, unsere Gewässer zu schützen. Ob beim Angeln, beim Segeln oder einfach beim Spaß im Wasser – jeder kann seinen Teil dazu beitragen. Die Vernehmlassung zu den neuen Regelungen läuft noch bis zum 12. Juni 2026, und es bleibt abzuwarten, wie sich das Ganze entwickeln wird. Aber eines steht fest: Gemeinsam können wir die Schönheit und Vielfalt unserer Gewässer bewahren und dafür sorgen, dass sie auch für zukünftige Generationen ein Ort der Freude bleiben.

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