In Freiburg brodelt die Vorfreude, denn am Freitag könnte der HC Fribourg-Gottéron im entscheidenden vierten Spiel der Playoff-Finalserie gegen den HC Davos die Möglichkeit haben, seinen ersten Meistertitel seit 1992 zu sichern. Die BCF Arena wird zum 100. Mal in Folge ausverkauft sein, was für die unerschütterliche Unterstützung der Fans spricht. Goalie Reto Berra kann sich dabei auf die leidenschaftliche Kulisse verlassen, die ihn und seine Mitspieler anfeuern wird.
Das Team von Trainer Roger Rönnberg hat eine turbulente Saison hinter sich, die in den Playoffs ihren Höhepunkt fand. Julien Sprunger, der in der letzten Partie das entscheidende Tor in der zweiten Verlängerung erzielte, wird in dieser entscheidenden Phase der Saison besonders gefordert sein. Sprunger wird seine Karriere nach dieser Saison beenden, und es steht fest, dass sein Trikot mit der Nummer 86 in der Halle geehrt werden wird – eine schöne Geste, die an die großen Leistungen von Slawa Bykow und Andrei Chomutow erinnert.
Ein Blick in die Geschichte
Der HC Fribourg-Gottéron hat in seiner Geschichte bereits vier Finalspiele bestritten, jedoch alle verloren. Die letzte Finalteilnahme fand in den 1990er-Jahren statt, als die großen Stars Slawa Bykow und Andrei Chomutow für das Team spielten. Präsident Jean Martinet hatte die beiden Superstars von ZSKA Moskau verpflichtet. Bykow war in der ersten Regular Season mit 2,33 Punkten pro Spiel sowie 2,88 Punkten in den Playoffs eine wahre Maschine. Doch auch damals ging das Team leer aus, als es gegen den SC Bern verlor. In den folgenden Jahren folgten zwei weitere Finalniederlagen gegen EHC Kloten.
Jetzt, über drei Jahrzehnte später, steht Gottéron erneut vor der Chance, die Geschichte zu verändern. Die Fangemeinde hat sich in den letzten Jahren stark vergrößert, und alle Heimspiele sind seit drei Jahren ausverkauft. Diese Unterstützung kann ein entscheidender Faktor für den Erfolg im aktuellen Finale sein. Trainer Rönnberg dämpft zwar die Erwartungen und fordert mehr Disziplin von seinen Spielern, doch der Optimismus ist spürbar.
Die letzten Vorbereitungen
Ein weiteres spannendes Detail: Nach dem Spiel in der BCF Arena muss die Halle schnell für die Unihockey-Superfinals umgebaut werden, die am Samstag stattfinden. Das zeigt, wie wichtig die Veranstaltungen für Freiburg sind und dass man hier keine Zeit verlieren will. Juuso Arola könnte aufgrund einer Verletzung fraglich sein, aber Patrik Nemeth steht bereit, um ihn gegebenenfalls zu ersetzen.
Die Vorfreude auf das große Spiel und die damit verbundenen Erinnerungen an vergangene Zeiten sind deutlich spürbar. Das ganze Team ist bereit, um den Meistertitel nach Freiburg zu holen und die lange Durststrecke zu beenden. Die Fans können es kaum erwarten, ihre Spieler zum Sieg zu treiben und einen neuen Abschnitt in der Geschichte des HC Fribourg-Gottéron zu schreiben.