Heute ist der 24.04.2026 und in Freiburg gibt es Neuigkeiten, die die politische Landschaft des Kantons prägen. Jean-Pierre Siggen, ein langjähriger und engagierter Staatsrat, hat angekündigt, am Ende der Legislaturperiode von seinem Amt zurückzutreten. Nach einer beeindruckenden Karriere, die sich über insgesamt 13 Jahre im Staatsrat und sieben Jahre im Grossen Rat erstreckt, zieht er sich nun aus der politischen Verantwortung zurück. Siggen blickt auf zahlreiche Projekte und Reformen zurück, die er in dieser Zeit geleitet hat. Dazu zählen unter anderem das neue Schulgesetz, die Einführung des Masterstudiengangs in Medizin sowie die Digitalisierung der Schulen im Kanton.

Besonders hervorzuheben ist die Eingliederung der Pädagogischen Hochschule in die Universität, die erste Etappe eines bedeutenden Schrittes in der Hochschulbildung des Kantons. Auch die Förderung des Zugangs zu Kultur und Sport sowie die neue Dynamik in der Personalpolitik fallen in seine Amtszeit. Trotz der Herausforderungen, die durch die Coronapandemie und die Verschlechterung der Finanzlage entstanden, ist Siggen überzeugt, zur Stabilität und Attraktivität des Kantons beigetragen zu haben. In seinen Worten spiegelt sich der Dank an seine Kolleginnen und Kollegen im Staatsrat sowie an die Mitarbeiter der Kantonsverwaltung wider, die ihn in seiner Arbeit unterstützt haben.

Digitalisierung als Schlüsselthema

Ein zentrales Anliegen von Siggen war die Digitalisierung im Bildungsbereich, ein Thema, das auch auf nationaler Ebene immer mehr an Bedeutung gewinnt. Der Bundesrat hat mit der Strategie Digitale Schweiz 2025 klare Ziele formuliert: Digitale Angebote sollen für alle Menschen in der Schweiz zugänglich sein, unabhängig von Geschlecht, Alter oder Herkunft. Bildung und Kompetenzen bilden dabei eine der fünf langfristigen Interventionsachsen dieser Strategie. Der Fokus liegt darauf, dass Bevölkerung, Wirtschaft und Behörden die Kompetenzen im Umgang mit neuen Technologien erwerben und diese kritisch hinterfragen können.

Im Rahmen dieser Bestrebungen wurde seit 2019 der digitale Wandel zu einem zentralen Element in der Erklärung zu gemeinsamen bildungspolitischen Zielen von Bund und Kantonen. Die Zusammenarbeit wird durch den Koordinationsausschuss Digitalisierung (KoA Digi) gefördert, der als Plattform für den strategischen Austausch dient. Hier kommen Vertreter der Erziehungsdirektoren, des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) und viele andere Akteure zusammen, um Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung im Bildungsbereich zu identifizieren.

Ein Blick in die Zukunft

Die Digitalisierung verändert nicht nur die Art und Weise, wie wir lehren und lernen, sondern auch die gesamte Bildungslandschaft. Ein aktueller Bericht, der im Auftrag des SBFI und der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren (EDK) erstellt wurde, beleuchtet die Nutzung digitaler Ressourcen im Schweizer Bildungssystem von der Primarstufe bis zur Sekundarstufe II. Dabei wird sowohl die wissenschaftliche Literatur als auch die vorhandenen Sekundärdaten analysiert, um einen umfassenden Wissensstand zur Digitalisierung in der Bildung zu schaffen und mögliche Wissenslücken zu identifizieren.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

In einem sich rasch verändernden Umfeld ist es entscheidend, dass alle Beteiligten im Bildungswesen die Chancen, die die Digitalisierung bietet, optimal nutzen. Der Bericht, der auch in einer Webversion sowie in Kurzversionen in verschiedenen Sprachen zur Verfügung steht, soll evidenzbasierte Entscheidungen unterstützen und die Bildungsakteure in ihren Bemühungen um eine zukunftsorientierte Bildung begleiten.

Während wir den Rücktritt von Jean-Pierre Siggen bedauern, können wir gleichzeitig auf eine Zeit zurückblicken, die von bedeutenden Fortschritten geprägt war. Der digitale Wandel im Bildungsbereich ist erst der Anfang, und es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Landschaft weiter entwickeln wird.