Heute ist der 4.06.2026, und in Freiburg brodelt es gewaltig. Im Sensebezirk wird die öffentliche Debatte über den Bau eines neuen Hallenbads in Plaffeien immer hitziger. Mit satten 27,3 Millionen Franken soll dieses Projekt umgesetzt werden, wobei die Sensler Gemeinden sich mit 15,8 Millionen Franken beteiligen. Der Kanton greift mit 6 Millionen Franken unter die Arme. Aber bei so viel Geld, das auf dem Spiel steht, sind die Meinungen alles andere als einig. Am 14. Juni dürfen die Gemeinden über dieses Vorhaben abstimmen, und die Fronten sind klar verhärtet.

Das geplante Hallenbad soll ein 25-Meter-Schwimmbecken, ein Lehrschwimmbecken, einen Sprungturm und eine Reihe von Freizeitangeboten bieten. Die Schulen des Sensebezirks würden hier ihre Schwimmunterrichtseinheiten abhalten. Das klingt gut, oder? Doch Kritiker werfen ein, dass die Kosten in keinster Weise gerechtfertigt sind. Sie verweisen auf die bereits vorhandenen Kapazitäten in den Schwimmbädern von Marly und Freiburg. Ist ein weiteres Schwimmbad wirklich notwendig? Die Gegner sind sich einig: das ist ein wirtschaftlicher Wahnsinn!

Die Argumente der Befürworter und Gegner

Die Unterstützer des Projektes, vor allem aus den Parteien Mitte-Links und Mitte, argumentieren, dass es für den Schulschwimmunterricht im Sensebezirk einfach nicht genug Schwimmbäder gibt. Sie sehen in dem Bad eine Chance, nicht nur für die Schulen, sondern auch für die Bevölkerung und den Tourismus. Doch die Gegner – hier sind besonders die FDP und die SVP zu nennen – kritisieren die hohen Kosten und die fragliche Rentabilität. Der Mehrzweckverband, der für das Projekt verantwortlich ist, zeigt sich gespalten: der Vorstand spricht sich für das Ja aus, während die Delegiertenversammlung mehrheitlich dagegen ist.

Ein weiterer Punkt, der die Diskussion befeuert, ist die Mantelnutzung des Gebäudes. Geplant sind Laden- und Büroflächen, um den Betrieb des Schwimmbads zu finanzieren. Aber wie realistisch ist das? Kritiker befürchten, dass die Mantelnutzung nicht funktioniert und die finanziellen Lasten auf die Gemeinden abgewälzt werden. Auch die Frage nach Steuererhöhungen geistert durch die Runde. Ein neues Schwimmbad könnte langfristig zur Belastung für zukünftige Generationen werden.

Öffentliche Reaktionen und rechtliche Herausforderungen

Das Thema hat sogar dazu geführt, dass die Gegner eine Beschwerde eingereicht haben, da sie die Abstimmungsbroschüre als unausgewogen empfinden. In dieser wird klar mehr Platz für die Argumente der Befürworter eingeräumt. Das Oberamt des Seebezirks muss jetzt entscheiden, wie es damit weitergeht. Und dann ist da noch die doppelte Mehrheit, die für ein Ja nötig ist: Sowohl die Mehrheit der Abstimmenden im Bezirk als auch die Mehrheit der 15 Gemeinden müssen zustimmen. Das macht die Sache nicht einfacher!

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Ehrlich gesagt, wenn man sich die Situation im Vergleich zu anderen Projekten ansieht, die in der Region diskutiert werden, wird einem klar, dass nicht alles so rosig ist. Im Ybrig beispielsweise plant der Bezirksrat eine Totalsanierung des Hallenbads für 7,37 Millionen Franken, um den Betrieb langfristig zu sichern. Das Hallenbad ist über 50 Jahre alt und weist gravierende Mängel auf. Hier wird ein klarer Fokus auf die Notwendigkeit gelegt, bestehende Infrastrukturen zu erhalten, während in Plaffeien das Risiko eines neuen Millionenschubs diskutiert wird.

Die öffentliche Meinung ist also gespalten. Die einen sehen das Hallenbad als Chance für die Zukunft, die anderen als potenzielles finanzielles Desaster. Am 14. Juni wissen wir mehr, aber bis dahin bleibt die Frage: Wie viel ist uns ein neues Schwimmbad wirklich wert?