Feueralarm in Freiburg: Ein nächtlicher Schock am Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt
In Freiburg, am Mittwochmorgen, hat ein Brand auf dem Gelände des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts (CVUA) für einen herben Schock gesorgt. Die Flammen breiteten sich in einem zweistöckigen Lagergebäude mit mehreren Garagen aus. Ein frühes Aufstehen – oder besser gesagt, ein nächtlicher Ausflug – einer Radfahrerin führte zur Brandmeldung gegen 3:30 Uhr. Die Feuerwehr war schnell zur Stelle und konnte das Übergreifen der Flammen auf angrenzende Gebäude verhindern. Dennoch brannte das Lagergebäude vollständig nieder, und die Nachlöscharbeiten zogen sich über mehrere Stunden hin. Glücklicherweise gibt es nach ersten Erkenntnissen keine Verletzten zu beklagen, aber der Sachschaden wird im Millionenbereich liegen.
Die Ursache für das Feuer bleibt unklar. Die Ermittlungen dazu werden in den kommenden Tagen eingeleitet. Man fragt sich, was da wohl passiert sein könnte. Hatten die Feuerwehrleute mit einem solchen Ausmaß gerechnet? Die Feuerwehr, die oft wie die Helden in den Filmen erscheint, steht in solchen Momenten vor großen Herausforderungen. Während sie das Feuer bekämpfen, denkt man unweigerlich an all die anderen Brände, die in der Vergangenheit wüteten – und welche Lehren wir daraus gezogen haben.
Ein Blick auf die Brandstatistik
Aus der vfdb-Brandschadenstatistik, die seit über einem Jahrzehnt Daten zu Gebäudebränden in Deutschland sammelt, lässt sich einiges lernen. Diese Statistik ist nicht einfach eine Ansammlung von Zahlen, sondern ein wertvolles Werkzeug für die Risikobewertung. Sie enthält Informationen von verschiedenen Institutionen, darunter die Brandursachenstatistik des Instituts für Schadenverhütung und die Polizeiliche Kriminalstatistik. Ein Blick in die Zahlen zeigt: Küchen sind mit 27 % der Brandentstehungen die häufigsten Übeltäter, und in Wohngebäuden machen sie fast die Hälfte aller Brände aus. Wer hätte das gedacht?
Faszinierend ist auch, dass 83 % der Gebäudebrände bis zum zweiten Obergeschoss stattfinden. Und die nächtlichen Brände – zwischen 23 Uhr und 4 Uhr – verursachen oft ein größeres Schadenausmaß, auch wenn sie seltener auftreten. Man kann sich das kaum vorstellen, wie schnell ein Feuer in solchen Stunden um sich greifen kann. Die Feuerwehr hat es dabei nicht nur mit den Flammen zu tun, sondern auch mit der Angst und dem Stress der Anwohner.
In Freiburg, wo das Feuer nun für Aufregung sorgt, wird man sicher auch über die Herausforderungen im Holzbau nachdenken müssen. Die Brandausbreitung kann sich hier schneller entwickeln, und der Löschwasserbedarf steigt erheblich. Die vfdb hat deshalb auch neue Brandrisiken, etwa durch Elektromobilität, in ihre Erfassung aufgenommen. Ein modernes System zur Datenerfassung, das über Smartphones und Tablets zugänglich ist, soll helfen, die Feuerwehrleute künftig noch besser zu unterstützen. Wer weiß, vielleicht tragen auch die Feuerwehrleute in Freiburg bald dazu bei, die Statistik zu erweitern – und wir alle können nur hoffen, dass es dabei nicht um weitere Brände geht.
