In Freiburg brodelt es – und das nicht nur wegen der sommerlichen Temperaturen. Noah Atubolu, der 24-jährige Torwart des SC Freiburg, hat die Karten auf den Tisch gelegt: Er plant, den Verein zu verlassen. Nach drei Jahren als Stammkeeper und einem schmerzlichen Verlust im Europa-League-Finale gegen Aston Villa wurde ihm klar, dass seine Zeit in Breisgau zu Ende gehen könnte. Der SC Freiburg hat Mio Backhaus von Werder Bremen verpflichtet – für eine Rekordablöse von 12 Millionen Euro. Damit ist Atubolus Perspektive als Nummer eins nicht mehr wirklich gegeben. Irgendwie verständlich, dass er jetzt auf ein attraktiveres Angebot aus England wartet.

Hull City und Coventry City waren zunächst in der Verlosung, doch Atubolu hat dankend abgelehnt. Er hat höhere Ambitionen und wartet auf einen Klub, der vielleicht sogar Champions-League-Ambitionen hat. Sein Marktwert wird auf rund 25 Millionen Euro geschätzt, und Freiburg plant, ihn ein Jahr vor Vertragsende für etwa 20 Millionen Euro abzugeben. Das klingt nach einem fairen Deal, wenn man bedenkt, dass die Breisgauer in Zukunft auf Backhaus setzen wollen.

Die Suche nach dem perfekten Klub

Es gibt noch andere Interessenten: AFC Bournemouth, Aston Villa und ein mysteriöser englischer Topklub, dessen Name in den Gesprächen bisher nicht gefallen ist. Man könnte fast sagen, Atubolu pokert hoch – denn einen prestigeträchtigen Wechsel in die Premier League möchte er sich nicht entgehen lassen. Aber die Zeit drängt. Er hat sogar darum gebeten, nicht mit ins Trainingslager nach Österreich genommen zu werden, um seinen angestrebten Transfer nicht zu gefährden. Irgendwie verständlich, oder? Wer möchte schon in einer Phase des Umbruchs als „überflüssig“ gelten?

Die Situation ist ein wenig angespannt. Sportvorstand Jochen Saier hat zwar die Bemühungen um eine Vertragsverlängerung bestätigt, doch an der realen Situation ändert das wenig. Atubolu muss nun abwägen: Auf einen prestigeträchtigeren Klub warten oder einen konkreten Wechsel in Kauf nehmen? Die Möglichkeiten sind vielfältig, aber auch die Fragen sind zahlreich.

Ein Blick auf die Transfers

Um den Kontext noch etwas klarer zu machen: Der SC Freiburg hat in der letzten Zeit nicht nur Atubolu im Fokus. Auch andere Abgänge sind zu verzeichnen. Johan Manzambi wechselte für satte 60 Millionen Euro zu Aston Villa, während Merlin Rohl für 23 Millionen Euro zu Everton ging. So viel Geld – unglaublich, aber wahr! Und auf der Zugangsseite ist die Verpflichtung von Mio Backhaus nur der Anfang. Auch Keisuke Goto von Anderlecht und Rihito Yamamoto von Sint-Truiden sind neu im Team, sodass Freiburg sich für die kommende Saison gut aufstellt.

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In dieser Wechselperiode zeigt sich einmal mehr, wie dynamisch der Fußball ist. Atubolu steht an einem Scheideweg. Bleibt nur zu hoffen, dass er die richtige Entscheidung trifft – und vielleicht bald in einer neuen, aufregenden Umgebung glänzen kann. Die Fans in Freiburg werden den talentierten Torwart sicher vermissen, aber die Welt des Fußballs dreht sich weiter.