Vierbeinige Helden: Die unermüdlichen Diensthunde der Kantonspolizei Bern
Heute ist der 30.06.2026 und wir schauen uns einmal genauer an, welche spannenden Aufgaben die Diensthunde der Kantonspolizei Bern übernehmen. Diese felligen Helfer sind nicht nur süß, sondern auch echte Profis im Einsatz und leisten einen unglaublichen Beitrag zur Sicherheit in unserer Region. Im Ausbildungszentrum Riedbach, wo die Hunde auf ihre Aufgaben vorbereitet werden, durfte die Presse einen Blick hinter die Kulissen werfen. Dabei wird deutlich, wie viel Arbeit und Hingabe in der Ausbildung der 63 Diensthunde steckt.
Ob als Schutzhund, Suchhund oder für kriminalistische Ermittlungen – die Hunde sind vielseitig einsetzbar. Aktuell sind neun von ihnen noch in der Ausbildung, während 46 Diensthundeführerinnen und Diensthundeführer bereitstehen, um ihre vierbeinigen Partner durch die Herausforderungen des Polizeialltags zu führen. Christoph Leuenberger, der stellvertretende Leiter Diensthundewesen, erklärt, dass die Ausbildung bereits im Welpenalter beginnt. Hierbei kommen persönliche Gegenstände zum Einsatz, um die Hunde auf die Spurensuche zu trainieren.
Die verschiedenen Einsatzgebiete
Die Einsatzgebiete sind facettenreich. Diensthunde helfen nicht nur bei der Suche nach vermissten Personen, sondern sind auch bei der Aufklärung von Brandstiftungen und schweren Straftaten gefordert. Besonders beeindruckend: Personenspürhunde können Spuren über eine Distanz von bis zu 15 Kilometern verfolgen – abhängig von Wetter und Untergrund. Sie suchen nicht die Person selbst, sondern konzentrieren sich auf Hautschuppen oder Abriebe von Autositzen.
Ein weiteres Highlight ist die Arbeit der Leichenspürhunde, die in der Schweiz eher selten sind – nur sieben von ihnen sind landesweit im Einsatz. Diese spezialisierten Hunde sind darauf trainiert, Verwesungsgerüche zu erkennen und arbeiten sowohl im Gelände als auch im Wasser. Das Training erfolgt mit synthetischen Stoffen, die versteckt werden, damit die Hunde ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen können. Die Einsatzdauer kann variieren – während die Suche nach Leichenspuren mehrere Stunden in Anspruch nehmen kann, geht die Feinsuche nach Spermaspuren oft deutlich schneller.
Brandmittelspürhunde und ihre Fähigkeiten
Ein weiteres spannendes Kapitel sind die Brandmittelspürhunde. Diese kleinen Helden kommen nach einem Brand zum Einsatz, um Rückstände von Brandbeschleunigern wie Benzin oder Diesel zu finden. Die Kantonspolizei Bern hat gleich drei Brandmittelspürhunde, darunter einen wendigen Border Terrier, der in enge Bereiche gelangen kann. Ihr Training erfolgt spielerisch und sie lernen, spezifische Gerüche zu erkennen. Mit ihrem feinen Gespür helfen sie, verdächtige Stellen einzugrenzen, an denen Proben für forensische Analysen entnommen werden können.
Die Arbeit der Diensthunde ist also alles andere als eintönig. Im vergangenen Jahr konnten dank der Schutzhunde rund 50 vermisste oder geflüchtete Personen gefunden werden. Gleichzeitig haben Drogenspürhunde in über 100 Fällen Betäubungsmittel aufgespürt und in weiteren neun Fällen relevante Spuren einer Tat entdeckt. Die Einsatzhäufigkeit variiert je nach Bereich – bei Sucheinsätzen und Drogeneinsätzen sind die Hunde besonders gefragt, während die Einsätze bei Sprengstoffen eher seltener vorkommen.
Die Bedeutung dieser vierbeinigen Kollegen für die Polizeiarbeit kann nicht genug betont werden. Christian Brenzikofer, Kommandant der Kantonspolizei Bern, hebt hervor, wie wichtig die Hunde für die Aufrechterhaltung der Sicherheit in der Region sind. Ihre Fähigkeiten, gepaart mit der Hingabe der Diensthundeführer, machen sie zu unersetzlichen Partnern im Polizeialltag. Und wenn man so darüber nachdenkt, ist es wirklich beeindruckend, was diese Tiere alles leisten können – sie sind nicht nur Tiere, sie sind echte Lebensretter!
