In der lebhaften Kulturszene von Bern ist es wieder soweit: Der Kanton hat fünf herausragende Literaturpreise verliehen, die mit jeweils 10’000 Franken dotiert sind. Ein bisschen wie die Oscars der Literatur, wenn man so will, haben die Preisträger:innen das Rampenlicht auf sich gezogen – und das zu Recht! Jedes Jahr werden die Werke von Rund 90 Talenten aus verschiedenen Genres auf Herz und Nieren geprüft. Die Jury hat sich dabei nicht lumpen lassen und die spannendsten Romane, lyrischen Meisterwerke, fesselnden Theaterstücke, packenden Hörspiele und bewegenden Spoken-Word-Texte bewertet.

Die Preisträger sind ein bunter Mix an Stimmen. Ariane von Graffenried und Robert Aeberhard haben mit ihrer Vinylplatte «Ennetlands» alle überrascht. Malwina Ledniowska wurde für ihren Roman «Keine Sorge alles gut» ausgezeichnet – die Jury hebt besonders ihre sprachliche Raffinesse und ihren Blick als Pflegefachfrau in der Psychiatrie hervor. Christoph Simon hat mit seinem Krimi «Die geschenkte Leiche» einen ironischen Ton angeschlagen, der Genregrenzen sprengt. Franziska Witschi, die mit ihrem Geschichtenband «Wildwechsel» punktet, vereint Lyrik und Kurzprosa in urbanen Episoden. Und Veronika Zorn hat mit ihrem Lyrikband «Notizen von der linken Hand» die Jury mit präzisen Miniaturen und einem frischen Perspektivenwechsel begeistert.

Lesungen und Unterstützung für Autor:innen

Ab Mitte August dürfen wir uns auf Lesungen mit diesen talentierten Preisträger:innen freuen. Das ist nicht nur eine tolle Möglichkeit für die Öffentlichkeit, die Werke kennenzulernen, sondern auch eine wertvolle Unterstützung für die Literaturschaffenden selbst. Der Kanton Bern zeigt, dass er ein Herz für die Literatur hat! Neben diesen Preisen gibt es auch das Weiterschreiben-Stipendium, das Berner Autorinnen hilft, ihre literarischen Arbeiten fortzusetzen. Das ist eine Art kreative Starthilfe, die einfach wichtig ist.

Aber das ist noch nicht alles: Der Welti-Preis für das Drama wird ebenfalls vergeben und ist mit 10’000 Franken dotiert. Er wird aus dem Welti-Fonds finanziert und sorgt dafür, dass Dramatikerinnen die Anerkennung bekommen, die sie verdienen. Auch der große Literaturpreis der Stadt und des Kantons Bern ist ein Highlight in der Szene, wenn auch nicht mehr im gewohnten Rhythmus – die letzte Verleihung fand 2022 statt. Ab 2025 wird der Preis in seiner bisherigen Form nicht mehr vergeben, was irgendwie schade ist. Aber die Literatur lebt weiter, und die neuen Stimmen machen Hoffnung.

Die Unterstützung des literarischen Schaffens in Bern zeigt, wie wichtig Kultur ist. Es geht nicht nur darum, Preise zu verleihen, sondern auch darum, eine lebendige, dynamische Literaturszene zu fördern. So bleibt die Stadt ein inspirierender Ort für kreative Köpfe, die mit ihren Geschichten und Gedichten die Welt ein kleines Stück bunter machen.

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