Heute ist der 14.06.2026. Ein spannender Tag für die Stadt Bern und den ganzen Kanton. Hier wird über die Zukunft des Kunstmuseums Bern entschieden – ein Thema, das die Gemüter erhitzt. Die großen Fragen: Sanierung oder Neubau? Und vor allem, wie viel darf das kosten? Die Abstimmung über den Projektierungskredit von 15,7 Millionen Franken steht an, und die Wogen schlagen hoch.

Die Gegner der Sanierung, unter ihnen Politiker von SVP, EDU und GLP, haben ein Referendum ergriffen. Ihr Slogan „Kunst ja – aber nicht zu jedem Preis“ bringt es auf den Punkt. Sie sehen das Vorhaben als überdimensioniert und als Luxusbauten, die der öffentlichen Hand nicht zugemutet werden sollten. Auf der anderen Seite stehen die Befürworter, die mit aller Kraft für die Erneuerung des historischen Stettlerbaus von 1879 und den Ersatz des Erweiterungsbaus von 1983 kämpfen. Sie argumentieren, dass die Gebäude in einem maroden Zustand sind – undichte Rohre, evakuierte Ausstellungsräume wegen austretender Gase und mangelnde Barrierefreiheit sprechen eine deutliche Sprache.

Ein Blick auf die Zahlen

Die Gesamtkosten für das Projekt sind auf rund 147 Millionen Franken geschätzt. Ein Brocken, den sich der Kanton nicht leicht macht, denn er wird mit 81,057 Millionen Franken der größte Geldgeber sein. Der Rest soll durch private Spender, Stiftungen, Wirtschaft und Lotteriefonds aufgebracht werden. Doch am Ende steht die Frage im Raum: Was passiert, wenn der Kredit abgelehnt wird? Dann müsste das Kunstmuseum ein neues Konzept erarbeiten und dringend Geld suchen. Ein Szenario, das niemand wirklich auf dem Schirm haben möchte.

In der Stadt Bern gibt es heute noch sechs weitere Vorlagen zur Abstimmung. Darunter ein Betrag von 40 Millionen Franken für die Sanierung des Bernischen Historischen Museums. In Köniz wird über 12 Millionen Franken für eine Fußgängerbrücke beim Bahnhof Niederwangen abgestimmt. Und in Kirchlindach plant man sogar eine Änderung der Gemeindeordnung, um einen Volksentscheid über einen möglichen Windpark einzuleiten. Es wird also viel entschieden in diesem Kanton.

Die Kandidatinnen und die Aufregung in Thun

In Thun sorgt die Wahl der ersten Stadtpräsidentin für Aufregung. Die drei Frauen – Katharina Ali-Oesch, Eveline Salzmann und Andrea de Meuron – stehen zur Wahl. Falls keine Kandidatin das absolute Mehr erreicht, könnte es am 5. Juli sogar zu einer Stichwahl kommen. Ein frischer Wind für die Stadt, die nach dem Rücktritt von Raphael Lanz einen neuen Kopf sucht.

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Ein Kunstwerk in der Warteschleife

Der Zustand des Kunstmuseums ist ein leidenschaftliches Thema. Es gibt zahlreiche Geschichten über die Probleme, mit denen das Museum kämpft. Immer wieder wurden Sanierungsprojekte entworfen und verworfen. Das „Eiger“-Projekt, das einen Architekturwettbewerb gewonnen hat, sieht nun eine Erneuerung des historischen Stettlerbaus vor und die Integration des Nachbargebäudes an der Hodlerstrasse 6 in den Museumsbetrieb. Ein ambitioniertes Vorhaben, das helfen könnte, die bedeutenden Werke für zukünftige Ausstellungen besser zu sichern.

Doch wie wird es weitergehen? Kommt die Zustimmung der Stimmbevölkerung? Bei positivem Ausgang könnten die Bauarbeiten schon in fünf Jahren beginnen. Warten wir also gespannt auf die Entscheidung – sie könnte die Bernische Kulturlandschaft nachhaltig prägen.