Am 14. Juni 2026 wird es ernst: Der Kanton Bern stimmt über die Sanierung des Kunstmuseums Bern und den Neubau des „Projekt Eiger“ ab. Ein Thema, das die Gemüter erhitzt, denn das Kunstmuseum ist in einem baulich kritischen Zustand. Da sind undichte Dächer, marode Fassaden und sogar die Erdbebensicherheit ist fraglich. Wenn die nötigen finanziellen Mittel nicht bereitgestellt werden, droht bis Ende 2030 eine Teilschließung. Das wäre nicht nur ein Verlust für die Kulturszene, sondern auch ein herber Rückschlag für das Image des Kantons Bern, sowohl im Inland als auch international.

Ein überparteiliches Komitee, das sich „Thun-BeO sagt Ja“ nennt, wirbt für die Sanierung und zieht durch das Oberland. Peter Flück, ein FDP-Grossrat und Stiftungsratspräsident des Freilichtmuseums Ballenberg, ist ein prominentes Gesicht der Initiative. Er betont die wichtige Verbindung zwischen Stadt und Land in kulturellen Belangen. „Kultur kennt keine Grenzen“, könnte man sagen. Das kantonale Kulturfördergesetz unterstützt bereits fünf nationale Kulturinstitutionen, darunter das Kunstmuseum und das Freilichtmuseum. Das zeigt, wie wichtig diese Einrichtungen für die Region sind.

Ein Blick auf die Zahlen

Der Regierungsrat hat einen Verpflichtungskredit von 15,7 Millionen Franken beantragt, um die Sanierung des historischen Stettlerbaus sowie den Ersatzneubau des Atelier-5-Gebäudes zu finanzieren. Die Gesamtkosten für die Sanierung und den Neubau belaufen sich auf schätzungsweise 147 Millionen Franken. Ein gewaltiger Betrag, nicht wahr? Aber über 40 Prozent dieser Summe sollen durch private Mittel, Stiftungen und den Lotteriefonds gedeckt werden. Eine private Stiftung trägt sogar das Risiko für Kostenüberschreitungen. Ehrlich gesagt, das klingt nach einer echten Teamleistung!

Das Projekt „Eiger“, das im Architekturwettbewerb 2024 als Sieger hervorging, sieht die Erneuerung des historischen Stettlerbaus von 1879 vor. Auch ein Neubau anstelle des Erweiterungsbaus von 1983 ist geplant. Klar, die baulichen Mängel müssen behoben werden, und das Kunstmuseum muss zukunftsfähig gemacht werden. Leider ist die aktuelle Infrastruktur nicht nur unzureichend, sondern stellt auch ein Sicherheitsrisiko dar. Ausstellungsräume mussten bereits wegen austretender Gase aus einer 40 Jahre alten Klimaanlage evakuiert werden. Also, das kann so nicht weitergehen!

Die Stimmen der Bevölkerung

Am 14. Juni wird die Bevölkerung über den Projektierungskredit abstimmen. Kritiker, darunter Vertreter der SVP, EDU und GLP, haben sogar ein Referendum gegen das Bauvorhaben ergriffen und bezeichnen es als „Luxusprojekt“. Sie fordern, dass die Kunst im Vordergrund stehen sollte und nicht die Architektur. Dagegen argumentieren die Befürworter, dass die Sanierung Wartungskosten und Energie sparen könnte und ein wichtiges Kulturerbe bewahrt werden muss. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Stimmung unter den Bürgerinnen und Bürgern entwickelt.

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Ein weiteres bemerkenswertes Detail: Medizinalpionier Hansjörg Wyss hat ebenfalls sein Interesse bekundet und will sich mit 30 Millionen Franken am Projekt beteiligen. Allerdings knüpft er seine Unterstützung an Bedingungen, wie etwa der Reduzierung des Verkehrs vor dem Museum. Das lässt einen schon etwas schmunzeln – wie viel Einfluss hat ein einzelner Mensch auf ein solches Projekt? Das ist ein Thema, das die Debatte weiter anheizen könnte. Man muss sich nur vorstellen, was für ein Geschrei das geben würde, wenn das nicht so glimpflich ausgeht, wie man es sich erhofft.

Die Eröffnung des erneuerten Kunstmuseums ist für Ende 2033 geplant. Das klingt noch weit weg, doch bei Zustimmung könnte der Baubeginn schon in fünf Jahren erfolgen. Wenn nicht, muss das Kunstmuseum ein neues Projekt ausarbeiten und erneut Geld suchen. Und das kann ja auch niemand wollen, oder? Mal sehen, wie die Berner Stimmbürgerinnen und -bürger entscheiden werden – ein spannendes Ereignis steht bevor!