Heute ist der 21.04.2026 und in Bern wird ein ganz besonderes Kapitel in der Geschichte des Kaiserhauses aufgeschlagen. Nach sechs langen Jahren der Renovation erstrahlt das historische Gebäude, das 1902 von Kaufmann Wilhelm Kaiser erbaut wurde, in neuem Glanz. Einst als Einkaufspalast eröffnet, ist es nun ein modernes Handelshaus, das die Tradition mit innovativem Geist verbindet.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat über 100 Millionen Franken in die umfassende Renovierung investiert und das denkmalgeschützte Gebäude, das aus sechs Altstadthäusern besteht, in ein Zentrum für Gastronomie, Kultur und Handel verwandelt. Ein Herzstück des Kaiserhauses ist der großzügige Innenhof, der mit seinen 40 mal 60 Metern einen einladenden Treffpunkt für alle Besucher bietet.
Ein Ort für Genuss und Bildung
Im Inneren des Kaiserhauses finden sich zahlreiche gastronomische Highlights. Die Brasserie «Kaiser» serviert Soul-Food-Klassiker, während der «Kaiser Deli» mit köstlichen Take-away-Angeboten aufwartet. Für besondere Genussmomente sorgt die «Hofbar», eine Listening-Bar mit herausragender Soundqualität, die tagsüber und abends in unterschiedlichen Atmosphären lädt.
Ein weiteres Schmuckstück im Kaiserhaus ist das Moneyverse, ein kostenlos zugängliches Museum der SNB, das den Besuchern spannende Einblicke in die Welt des Geldes und die Rolle der Nationalbank bietet. Hier wird Bildung spielerisch vermittelt – ein Konzept, das den Besuchern nicht nur Wissen, sondern auch interessante Perspektiven bietet.
Ein Einkaufen der besonderen Art
Der Retail-Bereich Of Goods ist wie ein lebendiger Basar gestaltet und bringt rund sechzig Marken unter ein Dach. Von neuen, lokalen Marken wie Mover Plastic Free Sportswear und Maya Seyferth bis hin zu Angeboten für Vintagemode und Secondhand-Kleidung von der Bärner Brocki – hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Die Struktur des Retail-Bereichs ist clever als Aktiengesellschaft organisiert, um Kosten zu teilen und den Marken eine Plattform zu bieten.
Besonders spannend sind die Angebote auf der oberen Etage, wo Maßmode und ein Atelier für Änderungen und Upcycling auf die Kunden warten. Hier wird Nachhaltigkeit großgeschrieben, und kreative Köpfe können ihre Ideen verwirklichen. Auch Linck Keramik hat im Kaiserhaus einen Flagshipstore eröffnet, der mit einer eigenen Keramikwerkstatt begeistert.
Ein Raum für die Stadt
Die Erneuerung des Kaiserhauses wurde vom Bernischen Historischen Museum geleitet und zielt darauf ab, einen neuen Raum für die Stadt zu schaffen. Neben dem Handel und der Gastronomie sind auch Workshops geplant, die den Besuchern die Möglichkeit bieten, beispielsweise das Reparieren von Turnschuhen zu erlernen. Damit wird das Kaiserhaus nicht nur zu einem Ort des Konsums, sondern auch der Bildung und des kreativen Austauschs.
Insgesamt zeigt das Kaiserhaus eindrucksvoll, wie historische Gebäude in moderne Konzepte integriert werden können, ohne ihren Charme und ihre Geschichte zu verlieren. Ein Ort, der zum Verweilen einlädt und für jeden etwas zu bieten hat – sei es für die Gastronomie-Liebhaber, Kunst- und Kulturinteressierten oder die Shopping-Fans.