Am Samstag, den 16. Juni 2026, geht es in Biglen richtig zur Sache! Die ersten Iron Games, ein aufregendes Wettkampf-Event im Metallbau, stehen an. Über zwanzig Teams werden sich in verschiedenen Disziplinen messen – da wird geschweißt, getrennt, gefeilt und sogar gebrannt! Was für ein Spektakel! Die Veranstaltung verspricht nicht nur einen Einblick in die vielfältige Welt des Metallbaus zu geben, sondern auch, die Faszination und den Spaß hinter diesem Handwerk zu zeigen.

Die Idee zu den Iron Games entstand vor fast fünf Jahren während eines Ausflugs der SWM Metallbautechnik AG. Inspiriert von einem Holzfällerwettbewerb, den viele von uns sicher aus dem Fernsehen kennen (Timbersports, hallo!), war der Plan geboren. Der letzte Testlauf fand beim Sommergrillieren statt – und wenn man sich erst einmal vorstellen kann, wie das bei einem BBQ zugeht, wird klar, dass es nicht nur ums Arbeiten, sondern auch um Teamgeist und Spaß geht. Die Wettkämpfe sind, so viel sei verraten, nicht nur kompetitiv, sondern auch sicher durchführbar.

Ein Event für alle

Die Iron Games finden in der Scheuermatt 1, 3507 Biglen statt. Von zehn bis fünfzehn Uhr wird jeder Handgriff bewertet und die besten Teams treten anschließend in Viertel- und Halbfinalen an, bevor das große Finale ansteht. Ein besonderes Highlight? Eine der Aufgaben fordert Teamarbeit und Kommunikation – allerdings ohne dass die Teilnehmer den Plan sehen dürfen. Das klingt nach einer Herausforderung, die selbst die erfahrensten Metallbauer ins Schwitzen bringen könnte!

Mit etwa 200 erwarteten Besuchern tagsüber und weiteren 200 am Abend – das Abendprogramm verspricht mit DJ und Bar eine Menge Spaß – wird die Veranstaltung ein echtes Fest für Jung und Alt. Ein wichtiger Aspekt der Iron Games ist es, das Image des Metallbaus zu stärken. Denn ehrlich gesagt, gute Metallbau-Lernende zu finden, wird zunehmend schwieriger. Auch wenn die SWM aktuell genug Lernende hat, ist es klar: Der Metallbau ist ein Beruf für alle, unabhängig vom Geschlecht. Komischerweise hat sich bis dato kein Frauenteam für die Iron Games 2026 angemeldet. Dabei sind Frauen ausdrücklich willkommen!

Die Lage am Ausbildungsmarkt

Doch während die Vorbereitungen für die Iron Games auf Hochtouren laufen, sieht die Realität am Ausbildungsmarkt nicht gerade rosig aus. Tausende Jugendliche suchen einen Ausbildungsplatz, während die Industrie die Ausbildung zurückfährt. Die „IG Metall-Ausbildungsbilanz 2025“ zeigt einen Rückgang der Ausbildungszahlen, insbesondere in den Kernbranchen wie Metall, Elektro und Maschinenbau. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Vertragszahlen in den klassischen Metall- und Elektroberufen um 9,1 %. Es ist ein besorgniserregender Trend, der sich nicht ignorieren lässt.

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Die Nachfrage nach dualer Berufsausbildung stieg zwar leicht, aber das Angebot an Ausbildungsstellen ging um 4,6 % zurück. Rund 84.400 Jugendliche waren im Jahr 2025 noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz, und das ist kein Einzelfall. In Berlin bilden nur 11 % der Betriebe aus, was ein bundesweites Schlusslicht darstellt. Die IG Metall fordert eine gesetzliche Umlagefinanzierung für Unternehmen, die nicht ausbilden – eine Diskussion, die nun auch in anderen Bundesländern Fahrt aufnimmt. Der Ausbildungsmarkt zeigt deutlich: Hier muss dringend etwas geschehen!

Auf der Suche nach Lösungen

Der Ausbildungsmarkt 2025 bringt eine ernüchternde Bilanz mit sich. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist gesunken, und die Anzahl der unbesetzten Stellen ist im Vergleich zum Vorjahr drastisch zurückgegangen. Berufliche und regionale Passungsprobleme bleiben große Herausforderungen, und viele Jugendliche blicken in die Zukunft, ohne einen klaren Weg vor Augen zu haben. Eine positive Entwicklung gab es jedoch bei öffentlich finanzierten Ausbildungsverträgen, die um 12,4 % angestiegen sind. Dennoch bleibt die Frage: Wie kann der Metallbau für junge Menschen attraktiver gemacht werden?

Die Iron Games in Biglen sind nicht nur ein Wettkampf, sondern auch ein wichtiger Schritt, um das Handwerk des Metallbaus ins Licht zu rücken und neuen Nachwuchs zu gewinnen. Wenn wir uns nicht um die Ausbildung kümmern, wer wird dann in Zukunft die spannenden Herausforderungen im Metallbau meistern? Die Zeit drängt, und die Iron Games könnten genau der Anstoß sein, den wir brauchen.