Der schmale Grat zwischen Genuss und Gesundheit: Ein Blick auf die Herausforderungen des Älterwerdens
Heute ist der 24.07.2026, und ich sitze hier in Bern, während draußen die Sonne strahlt und die Luft nach frischem Gras riecht. Ein perfekter Tag, um über Gesundheit und das Älterwerden zu plaudern. Kolumnist Fabian Ruch, 48 Jahre alt, hat kürzlich seine Gedanken zu diesen Themen auf Nau.ch geteilt. Er hat sich einem umfassenden Gesundheitscheck im Inselspital unterzogen – ein Schritt, den er vor allem Männern ab 40 ans Herz legt. Und das aus gutem Grund.
Der Gesundheitscheck ist nicht einfach eine lästige Pflicht. Er dient der Früherkennung von Krankheiten und der Erfassung von Gesundheitsrisiken. Bei Ruch waren die Ergebnisse größtenteils erfreulich: niedriger Blutdruck, keine Organschäden. Das lässt aufatmen! Aber, und das ist wichtig, er raucht, hat nicht die beste Ernährung und gönnt sich auch mal ein Glas zu viel. Sportlich ist er dennoch fit – ein Widerspruch, der vielen bekannt vorkommen dürfte. Ruch reflektiert über die Herausforderungen, Gewohnheiten zu ändern und spricht offen über seine Ängste, besonders nach dem Verlust eines Bekannten an Krebs. Es ist dieser schmale Grat zwischen Genuss und Gesundheit, der oft schwer zu balancieren ist.
Ein Blick auf die Zahlen
Im Rahmen eines Gesundheitschecks wird einiges erfasst: Die Anamnese, also die Befragung nach Beschwerden und Risikofaktoren, körperliche Untersuchungen und Laboruntersuchungen. Ab 35 Jahren ist es ratsam, alle drei Jahre einen Check-up durchführen zu lassen. Dies gilt für Frauen und Männer. Ruch’s Kardiologe empfiehlt ihm sogar, bereits jetzt mit der Einnahme von Statinen zu beginnen, um seinen Cholesterinspiegel zu senken. Eine kluge Entscheidung, wenn man bedenkt, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland die häufigste Todesursache sind. Autsch!
310.000 Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen allein im Jahr 2023 – das sind erschreckende Zahlen, die uns ins Grübeln bringen. Die Deutsche Herzstiftung fordert daher regelmäßige Gesundheitschecks für jeden ab 35 Jahren, spätestens aber ab 50. Vor allem, weil die Sterblichkeit bei über 65-Jährigen stark ansteigt. Es ist klar: Prävention ist der Schlüssel, und das nicht nur für die älteren Generationen. Auch jüngere Menschen sollten ihre Gesundheit im Blick behalten, denn die Zeit vergeht schnell.
Fußball und Gesundheit
Ruch verbindet die Fußball-WM mit seiner Jugend und denkt dabei an seinen verstorbenen Vater. Diese WM ist die erste, die er ohne ihn erlebt. Komischerweise bringt das die eigenen Gedanken über die Vergänglichkeit des Lebens und die Wichtigkeit von Dankbarkeit noch stärker zum Vorschein. Während der WM hat er wenig geschlafen und sich ungesund ernährt – das ist kein Geheimnis. Doch solche Phasen gehören zum Leben dazu, oder? Es ist die Kunst, ein Gleichgewicht zu finden zwischen dem, was wir lieben und dem, was wir tun sollten, um gesund zu bleiben.
Das Thema Gesundheit ist vielschichtig. Ruch spricht darüber, wie schwierig es ist, Gewohnheiten zu verändern – ein Kampf, den viele von uns nur zu gut kennen. Aber die Reflexion über die eigene Gesundheit ist ein wichtiger Schritt. Die Frage bleibt: Wie schaffen wir es, ein erfülltes Leben zu führen, ohne die Gesundheit aus den Augen zu verlieren? Die Antwort darauf liegt vermutlich in einem bewussteren Umgang mit unseren Gewohnheiten, der Verknüpfung von Genuss und Verantwortung.
