Heute ist der 22.05.2026 und während wir in Bern das schöne Wetter genießen, gibt es auch ernsthafte Themen, die auf der Agenda stehen. Einer dieser Punkte ist der Brandschutz, der in den letzten Wochen und Monaten immer wieder ins Rampenlicht gerückt ist. Der Berner Regierungsrat und der Gemeinderat haben kürzlich Fragen dazu beantwortet und dabei klargestellt, dass sowohl der Brandschutz in der Stadt als auch im Kanton Bern insgesamt als gut bewertet wird. Das ist doch mal eine positive Nachricht! Aber wie so oft gibt es auch hier Raum für Verbesserungen.

Die jüngsten parlamentarischen Vorstöße haben gezeigt, dass es Überlegungen gibt, Anpassungen am Brandschutz vorzunehmen. Doch die Arbeiten sind noch im Gange, und es wird bereits erläutert, dass die Brandkatastrophe von Crans-Montana einen tiefen Eindruck in der Berner Politik hinterlassen hat. SVP-Grossrat Martin Lerch hat sogar eine Interpellation eingereicht, um den Brandschutz im Kanton genauer zu hinterfragen. Immerhin, der Regierungsrat hat die aktuellen Vorschriften und deren Umsetzung als grundsätzlich bewährt eingestuft. Man überlegt, ob Änderungen nötig sind, wenn die neuen schweizweit gültigen Brandschutzvorschriften in Kraft treten.

Brandschutz im Detail

Ein Blick auf die Zahlen: In den letzten zehn Jahren wurden im Kanton Bern 20’768 Brände registriert, was zu einem Gebäudeschaden von 343 Millionen Franken führte. Ein einzelner Brand in einem Club hat mit 5’000 Franken zwar nicht viel angerichtet, es gab jedoch keine Verletzten. Das ist ja schon mal ein Glück. Der Regierungsrat betont auch, dass die Brandschäden in der Schweiz in den letzten Jahren konstant geblieben sind, obwohl die Gebäude immer wertvoller werden. Ein gutes Zeichen, aber auch ein Hinweis darauf, dass wir nicht nachlassen dürfen.

Eine Totalrevision der schweizerischen Brandschutzvorschriften ist in vollem Gange. Dabei wird auch der Fokus auf den Brandschutz in Gastgewerbebetrieben gelegt, was die Sicherheit in Restaurants und Bars betreffen könnte. Der Berner Gemeinderat hat ebenfalls eine Interpellation zum Thema Brandschutz beantwortet, die von der SVP eingereicht wurde. Hier wird die Sicherheit in Gastronomiebetrieben als hohe Priorität betrachtet. Ab Februar 2026 wird das Polizeiinspektorat einen Kontrollschwerpunkt auf die Brandschutzauflagen legen. Das sollte den Betreibern ein wenig Druck machen, um sicherzustellen, dass alles nach Vorschrift läuft.

Statistische Einblicke

Ein weiterer Blick auf die aktuelle Situation: Im Jahr 2024 verzeichneten die 19 Kantonalen Gebäudeversicherungen rund 8’100 Fälle von Brandschäden an Gebäuden. Die Schadenssumme betrug insgesamt 268.1 Millionen Franken. Hochgerechnet auf die gesamte Schweiz gab es schätzungsweise 10’000 Fälle – das sind schon ziemlich viele Brände! Über die letzten zehn Jahre hinweg, von 2015 bis 2024, bewegte sich der Durchschnitt bei etwa 11’000 Fällen pro Jahr, mit jährlich etwa 325 Millionen Franken an Schäden. Das ist kein Pappenstiel.

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Obwohl der Gebäudebestand zwischen 2004 und 2024 um 10 % gestiegen ist, ist ein leichter Rückgang der Schadenssumme festzustellen. Das könnte an verschiedenen Faktoren liegen: Zunehmende Sicherheitsfunktionen in modernen Geräten, ein Rückgang der Gasherde und sogar weniger Raucherinnen und Raucher sind einige der möglichen Ursachen. Das Bewusstsein der Bevölkerung für Brandgefahren scheint ebenfalls gestiegen zu sein. Es ist also nicht alles verloren – es tut sich was!

Die Entwicklung in Bern zeigt, dass die Stadt und der Kanton ernsthaft an der Verbesserung des Brandschutzes arbeiten. Es bleibt zu hoffen, dass die geplanten Maßnahmen auch tatsächlich umgesetzt werden. Denn letztlich sind wir alle dafür verantwortlich, unsere Umgebung sicher zu halten.