150 Jahre Stadtturnverein Bern: Ein Schmelztiegel der Gemeinschaft und des Sports
Der Stadtturnverein Bern (STB) hat 2023 ein ganz besonderes Jubiläum gefeiert: 150 Jahre voller Sport, Gemeinschaft und auch ein bisschen Geschichte. Ist das nicht beeindruckend? Über 2000 Mitglieder zählt dieser Verein, und das, obwohl es in Bern eine Vielzahl an Alternativen gibt. Besonders bemerkenswert: Rund 1600 dieser Mitglieder sind aktiv im Leichtathletik- und Running-Bereich. Da kommen einem direkt die Namen prominenter Athletinnen wie Mujinga und Ditaji Kambundji in den Sinn – sie sind Teil dieser lebendigen Gemeinschaft.
Der STB hat sich im Laufe der Jahre von einem klassischen Turnverein zu einem modernen Kleinverband entwickelt. Mit 11 Mitgliedsvereinen im Gepäck und einem breiten Sportangebot, das neun verschiedene Sportarten umfasst, ist der Verein einer der größten polysportiven Verbände in der Schweiz. Basketball, Volleyball und Badminton gehören ebenfalls zum Repertoire. Was für ein Schmelztiegel der Talente und Leidenschaften!
Ein Blick in die Geschichte
Zurückblickend auf die vergangenen 150 Jahre wird klar, dass der STB nicht nur aus Mitgliedern besteht, sondern aus einer Familie. Früher waren Ringen, Stepptanz und sogar ein Chor Teil des Vereins. Prominente Mitglieder wie Jimmy Hofer, Christoph Neuhaus, Aline Trede und Werner Bircher haben den Verein über die Jahre mitgestaltet. Daniel Beyeler, der Präsident des STB, hat in einem Interview die Herausforderungen bei der Mitgliedergewinnung angesprochen. Das ehrenamtliche Engagement bleibt der Schlüssel zum Erfolg – und das, obwohl die Mitgliederzahlen seit der Jahrtausendwende stagnieren. Irgendwie paradox, oder?
Der Stadtturnverein hat mit dem Grand-Prix von Bern sogar einen eigenen Straßenlauf in sein Programm aufgenommen. Das zeigt, wie vielseitig und dynamisch der Verein ist! Und auch wenn einige Mitgliedsvereine über die Jahre weggefallen sind, hat der STB immer wieder neue hinzugewonnen. Ein wahres Kommen und Gehen, das die Gemeinschaft stark macht.
Freiwilliges Engagement und Herausforderungen
In einer Zeit, in der sich die Gesellschaft immer weiter individualisiert, ist die freiwillige Arbeit in Sportvereinen wichtiger denn je. Laut einer Studie haben ehrenamtliche Helfer in Sportvereinen von 2016 bis 2022 zugenommen. Diese helfenden Hände leisten einen Aufwand, der dem von über 30.000 Vollzeitstellen entspricht. Das ist ganz schön viel, wenn man darüber nachdenkt! Rund 35 % der Vereinsmitglieder engagieren sich ohne offizielles Amt. Nicht zu vergessen, die Anforderungen an Trainer und Vorstände steigen. Manchmal hat man das Gefühl, dass das Ehrenamt das Fundament des Vereinssports bleibt, aber gleichzeitig eine große Herausforderung darstellt.
Die Mitglieder müssen auch immer mehr in die Pflicht genommen werden. Einige Vereine haben ihre Mitgliederbeiträge erhöht, um die Kosten für ein breites Sportangebot zu decken – die Mithilfe wird in vielen Fällen als unerlässlich betrachtet. Es ist ein ständiger Balanceakt zwischen den Bedürfnissen der Mitglieder und den Anforderungen, die an die Vereine gestellt werden. Und trotzdem – trotz aller Herausforderungen – bleibt die Mehrheit der Ehrenamtlichen mit ihrem Engagement zufrieden. Das ist doch ein Lichtblick!
Wer hätte gedacht, dass der Stadtturnverein Bern so vielschichtig ist? Die Gemeinschaft, die sich im Laufe der letzten 150 Jahre gebildet hat, ist ein wunderbares Beispiel dafür, was Sport und Zusammenhalt bewirken können. Das Jubiläumsfest wurde als Klassentreffen beschrieben – eine Feier der Gemeinschaft, die die Höhen und Tiefen des Vereinslebens miteinander verbindet.
