Rheintunnel: Die letzte Hoffnung für Basels Verkehrschaos
Heute ist der 18.06.2026 und während sich die Sonne über Basel erhebt, ist der Verkehr auf den Straßen wieder einmal ein heikles Thema. Laut aktuellen Schätzungen fallen täglich rund 200.000 Stunden auf Schweizer Straßen durch Verspätungen an. Insbesondere die Osttangente in Basel platzt aus allen Nähten. Hier gibt es Handlungsbedarf, und genau das haben sich nun verschiedene lokale Akteure auf die Fahne geschrieben. Eine überparteiliche Allianz hat sich gebildet, um den Bau des Rheintunnels voranzutreiben, der als zentrale Lösung für die Verkehrsüberlastung in der Region gilt.
Martin Dätwyler, der Direktor der Handelskammer beider Basel, ist sich der Dringlichkeit dieser Angelegenheit bewusst. Er betont, dass die Allianz, die aus Wirtschafts- und Verkehrsverbänden sowie bürgerlichen Parteien besteht, klare Forderungen an die Regierungen von Basel-Stadt und Basel-Landschaft formuliert hat. Ein offener Brief wurde bereits verfasst, in dem die Allianz eine Anerkennung des Rheintunnels durch den Bund im nächsten Ausbauschritt fordert. Das ist kein kleiner Wunsch, sondern eine unumgängliche Notwendigkeit! Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land in dieser Allianz könnte der Schlüssel sein, um das Verkehrschaos zu beheben.
Ein Appell an die Politik
Die Regierungen beider Basel werden eindringlich aufgefordert, sich beim Bund für die Realisierung des Rheintunnels einzusetzen. Anlass ist die am Freitag beginnende Vernehmlassung zur Botschaft 2027/Verkehr, die für die Zukunft des Verkehrs in der Region von entscheidender Bedeutung sein könnte. Ohne den Tunnel droht ein Verkehrskollaps, besonders während der Sanierung der Osttangente, was drastische Folgen für die Bevölkerung, das Gewerbe und sogar die Rettungsdienste haben könnte. Man fragt sich, wie lange die Verantwortlichen noch zusehen wollen, während die Stadt im Stau versinkt.
Die Allianz hat auch flankierende Maßnahmen gefordert, wie etwa einen konsequenten Lärmschutz durch eine Überdachung der Osttangente. Denn die Lärmbelastung ist nicht zu unterschätzen. Die Unterstützung für dieses Anliegen kommt nicht nur von den großen Verbänden wie der Handelskammer beider Basel und dem Gewerbeverband Basel-Stadt, sondern auch von Quartierorganisationen und dem TCS. Es ist ein breites Bündnis, das sich für eine bessere Verkehrsinfrastruktur starkmacht.
Die Schwierigkeiten der Vergangenheit
Im November 2024 wurde ein Ausbau der Nationalstraßen, inklusive des Rheintunnels, vom Schweizer Stimmvolk abgelehnt. Der Kanton Basel-Stadt lehnte den Vorschlag mit einem Nein-Anteil von 56,4 Prozent ab, während Baselland mit 53,5 Prozent für den Bundesbeschluss stimmte. Das zeigt, wie gespalten die Meinungen zu diesem wichtigen Thema sind. Es ist ein ständiger Balanceakt zwischen den Bedürfnissen der Verkehrsteilnehmer und den Sorgen der Anwohner.
Doch jetzt gibt es Hoffnung! Die überparteiliche Allianz zielt darauf ab, den Druck auf die Regierungen zu erhöhen und dafür zu sorgen, dass der Rheintunnel endlich als zentrales Verkehrsprojekt anerkannt wird. Man könnte sagen, es ist höchste Zeit, dass hier etwas passiert. Die Unterstützung aus den verschiedensten Bereichen zeigt, dass die Menschen bereit sind, sich für ihre Region einzusetzen. Ein starkes Signal, dass man die eigene Stadt und deren Verkehrsproblematik nicht einfach hinnehmen will.
