In Basel wird bald ein neues Kapitel in der Welt der Schmuck- und Uhrenmessen aufgeschlagen. Die MCH Group, die früher die legendäre Baselworld organisiert hat, hat zusammen mit Informa Markets die „Basilia Jewellery & Watch Fair“ ins Leben gerufen. Roman Imgrüth von MCH beschreibt dieses Projekt als neu und einzigartig. Und ganz ehrlich, das klingt spannend! Wer hätte gedacht, dass wir 2027 wieder eine solche Veranstaltung in unserer Stadt haben würden? Diese Messe wird in verschiedene Quartiere unterteilt – etwa für Uhren und Edelsteine. Das macht es für Aussteller und Besucher sicher einfacher, sich zu orientieren und die richtigen Kontakte zu knüpfen.

Das Besondere an der „Basilia“ ist, dass die Aussteller keinen eigenen Stand organisieren müssen. Sie können Teil eines größeren Ganzen sein, was die ganze Sache für viele sicher attraktiver macht. Die Organisatoren haben sich zum Ziel gesetzt, die Kosten für die Aussteller im Vergleich zur früheren Baselworld zu senken, was in der aktuellen Wirtschaftslage ein kluger Schachzug ist. Diese Messe wird parallel zur „Watches and Wonders“ in Genf stattfinden – einer Veranstaltung, die 2020 ins Leben gerufen wurde und die Baselworld erheblich geschadet hat. Imgrüth hofft, dass ehemalige Aussteller zurückkehren, auch wenn er betont, dass die neue Messe nicht mit der Baselworld vergleichbar ist.

Ein neuer Treffpunkt für die Branche

Die erste Ausgabe der „Basilia Jewellery & Watch Fair“ ist für April 2027 in Halle 2 der Messe Basel geplant. Das klingt nach einem aufregenden Ereignis. Die Messe zielt darauf ab, eine zentrale jährliche Begegnungsstätte für die Schmuckindustrie in Europa wiederherzustellen. Mit zwischen 400 und 500 Ausstellern in Aussicht wird es interessant sein zu sehen, wie sich die Messe entwickeln wird. Imgrüth und sein Team setzen auf eine starke internationale Ausrichtung. Andrea Zappia, CEO ad interim von MCH Group, betont, dass die Messe auch die Geschäftsbeziehungen zwischen Asien und Europa stärken soll. Asiatische Hersteller und Lieferanten bekommen hier eine Plattform, um ihre Produkte und Dienstleistungen auf dem europäischen Markt zu präsentieren. Das könnte für die Branche wirklich von Vorteil sein!

Doch nicht alle sind so optimistisch. Oliver Müller von Luxe Consult äußert Skepsis bezüglich der Nachfrage nach der neuen Messe. Er hat recht – die Bedeutung von Fachhändlern hat in den letzten Jahren abgenommen, und es gibt bereits viele ähnliche Messen, besonders die „Watches and Wonders“ in Genf. Müller macht sich Gedanken darüber, ob Fachhändler tatsächlich dieselbe Marke an beiden Orten besuchen würden. Das sind berechtigte Fragen, die sich die Organisatoren sicherlich auch stellen müssen.

Ein wenig Geschichte im Hintergrund

Um die Bedeutung der „Basilia“ richtig einzuordnen, lohnt sich ein Blick zurück auf die Baselworld. Diese Messe galt lange Zeit als eine der prestigeträchtigsten Uhren- und Schmuckmessen weltweit. Über 2.100 Aussteller aus mehr als 45 Ländern präsentierten ihre neuesten Kreationen, und mehr als 94.000 Besucher aus aller Welt strömten in die Stadt. Die Ursprünge der Baselworld reichen bis ins Jahr 1917 zurück, als die erste Schweizer Mustermesse Basel ins Leben gerufen wurde.

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Doch in den letzten Jahren hatte die Baselworld mit Herausforderungen zu kämpfen. Der Rückzug prominenter Marken wie Rolex und Patek Philippe 2020 war ein harter Schlag. Trotz dieser Rückschläge bleibt die Baselworld eine bedeutende Veranstaltung mit einer reichen Geschichte. Die „Basilia“ könnte nun die Lücke füllen, die durch das Verschwinden der Baselworld entstanden ist. Ob sie den hohen Erwartungen gerecht werden kann, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Basel hat sich wieder auf den Weg gemacht, ein Zentrum für Schmuck und Uhren zu werden.