Am Sonntag, dem 14. Juni 2026, wird Basel, wie viele andere Städte in der Schweiz, zum Schauplatz für zahlreiche Demonstrationen und Veranstaltungen anlässlich des feministischen Streiktags. Die Luft ist erfüllt von einer Mischung aus Entschlossenheit und Vorfreude, während die Menschen sich versammeln, um sich für Gleichstellung, gegen Gewalt an Frauen und für bessere Arbeitsbedingungen starkzumachen. Besonders spannend ist, dass der Streik zeitgleich mit dem G7-Gipfel in Evian, Frankreich, stattfindet, was den Protesten eine zusätzliche Schärfe verleiht.

In Städten wie Zürich und Luzern wird mit kreativen Mottos mobilisiert. In Zürich heißt es „Pflege, Sorge, Hausarbeit – das ist unbezahlte Arbeitszeit“, während in Luzern das Motto „Verantwortung tragen, Jetzt“ die Gemüter anheizt. Diese Themen sind nicht nur Worte, sie spiegeln die Realität wider, die viele Frauen täglich erleben müssen. In Bern hingegen gibt es keine große Demonstration, dafür aber ein buntes Programm mit Marktständen, Musik und Reden auf dem Bundesplatz. Ein schöner Ort, um den Gedanken Raum zu geben.

Aktuelle Proteste und deren Themen

In St. Gallen wird nach einer Kundgebung im Stadtpark ein „Daydance“ gefeiert, um den femininen Spirit zu zelebrieren. Währenddessen wird in Kreuzlingen eine Petition für ein Frauenhaus an Grossratspräsident Felix Meier übergeben. Diese Petition ist ein starkes Zeichen für den notwendigen Wandel. In Lausanne und Neuenburg fanden bereits am Samstag Demonstrationen gegen den G7-Gipfel statt – die Mobilisierung läuft also auf Hochtouren. Für die, die nach Genf reisen, wurden Gruppenfahrten organisiert, um an der dortigen Demonstration teilzunehmen. Ein wichtiges Anliegen, das durch die Mobilisierung in verschiedenen Städten an Bedeutung gewinnt.

Ein zentrales Thema, das sich durch alle Proteste zieht, ist die unbezahlte oder unterbezahlte Care-Arbeit. Die Gewerkschaft Unia hat den 14. Juni als geschütztes Datum für Frauenrechte ausgerufen. Yves Defferrard, der Regionalsekretär von Unia, hat sogar die Koalition „No-G7“ darum gebeten, das Datum zu verschieben, um den Fokus auf den feministischen Streik zu legen – ein Vorschlag, der jedoch abgelehnt wurde. Kritiker, auch aus dem bürgerlichen Lager, haben Bedenken geäußert, dass die feministische Botschaft in der Anti-G7-Demonstration untergehen könnte. Estelle Grossmann-Tanari, Vizepräsidentin der FDP Genf, bringt es auf den Punkt: „Die feministische Botschaft muss klar und deutlich im Vordergrund stehen!“

Ein Blick auf die Geschichte der Gleichstellung

Es ist bemerkenswert, wie weit die Bewegung für Gleichstellung in den letzten hundert Jahren gekommen ist. Betrachtet man die Entwicklung der Frauenrechte, so reichen die ersten Schritte bis ins Jahr 1918 zurück, als das Frauenwahlrecht in Deutschland eingeführt wurde. Zahlreiche rechtliche Meilensteine folgten, darunter die Verankerung der Gleichstellung im Grundgesetz von 1949 und die Aufhebung der Zustimmungspflicht für verheiratete Frauen zur Erwerbsarbeit 1977. Auch heute wird noch an vielen Fronten gekämpft. Strukturelle Ungleichheiten bestehen weiterhin, und die Diskussion um Gewaltsschutz und reproduktive Selbstbestimmung ist aktueller denn je.

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Die Mobilisierung für den nationalen Care-Streik, der für den 14. Juni 2027 geplant ist, zeigt, dass die Bewegung lebendig bleibt und sich ständig weiterentwickelt. Die Beteiligten setzen sich für eine kollektive, solidarische Verteilung von Sorgearbeit in verschiedenen Sektoren ein. An diesem Sonntag in Basel und darüber hinaus wird klar: Die Frauenbewegung ist stärker denn je – und sie wird nicht schweigen!