Basel im Wohnraum-Stress: Registrierungspflicht für Kurzzeitvermietungen gefordert
Heute ist der 13.06.2026 und in Basel brodelt es gerade unter der Oberfläche, wenn es um die Kurzzeitvermietungen geht. Der Basler SP-Grossrat Ivo Balmer hat das Thema auf die Agenda gesetzt und fordert eine Registrierungspflicht für Airbnb, Business Apartments und ähnliche Angebote. Was für viele eine lukrative Einnahmequelle darstellt, könnte für die Wohnraumversorgung der Stadt ein echtes Problem sein. Balmer spricht von „dringendem Handlungsbedarf“ – und das nicht ohne Grund. Es geht um mehr als nur ein paar zusätzliche Betten für Touristen. Es geht um die Zukunft des Wohnraums in Basel.
Die Sorge ist nicht unbegründet: Immer mehr Wohnraum wird durch Zweckentfremdung verloren. Wenn Eigentümer ihre Wohnungen als Ferienunterkünfte vermieten, fehlen diese dem regulären Wohnungsmarkt. Balmer warnt, dass wir nicht tatenlos zusehen dürfen, wie die Situation sich weiter zuspitzt. Mit einer Registrierungspflicht möchte er sicherstellen, dass alle Angebote transparent sind und die Vorschriften eingehalten werden. Er sieht es als wichtig an, dass die Stadt hier nicht nur passiv reagiert, sondern aktiv handelt.
Unterstützung aus verschiedenen Lagern
Der Vorstoß von Balmer findet erfreulicherweise Unterstützung aus verschiedenen politischen Ecken. Mitglieder der GLP, EVP, Mitte, SVP, Grüne/JGB, LDP und BastA stehen hinter der Idee, was für die Wichtigkeit des Themas spricht. Denn die Herausforderung, die Kurzzeitvermietungen zu regulieren, betrifft nicht nur eine Partei, sondern ist ein gemeinsames Anliegen für viele. Bereits 2024 hatte Balmer einen Anzug zu diesem Thema verfasst, und im Mai hat die Regierung darauf reagiert. Die Antwort? Nun ja, die Regierung erkennt das Problem an, verweist jedoch darauf, dass sie im Bereich Mietrecht kaum Handlungsspielraum hat.
Ein bisschen frustrierend, oder? Balmer sieht die Antwort als unzureichend an und spricht von einer Vollzugslücke. Es gibt zwar Möglichkeiten zur Meldung von vermuteter Zweckentfremdung, aber die Kontrollen basieren derzeit hauptsächlich auf Anzeigen Dritter. Das ist nicht gerade das, was man sich unter einem effektiven Regelwerk vorstellt. Das Gefühl, dass hier etwas im Argen ist, wird von vielen geteilt. Wer hat nicht schon mal von Nachbarn gehört, die ihre Wohnungen über Plattformen wie Airbnb vermieten, ohne dass es jemand merkt?
Ein Plan für die Zukunft
In seinem neuen Vorstoß fordert Balmer, dass der Regierungsrat innerhalb von zwei Jahren eine Änderung der gesetzlichen Grundlagen vorlegt. Eine klare Ansage, die zeigen soll: Hier muss gehandelt werden! Er hofft auf eine Mehrheit im Grossen Rat für die Einführung der Registrierungspflicht. Das wäre ein erster, aber bedeutender Schritt in die richtige Richtung. Wenn wir ehrlich sind, ist es höchste Zeit, dass die Stadt Basel hier nachlegt und die notwendigen Rahmenbedingungen schafft, um die Wohnraumsituation zu stabilisieren.
Was wird wohl als Nächstes passieren? Der politische Diskurs wird sicher interessant bleiben, und man darf gespannt sein, wie die Diskussion im Grossen Rat weitergeht. Eines ist klar: Die Themen rund um Wohnraum und Kurzzeitvermietungen werden uns noch eine Weile beschäftigen. Und vielleicht, nur vielleicht, wird Basel bald ein Stück weit vorangehen, wenn es darum geht, den eigenen Wohnraum zu schützen und für alle zugänglich zu machen.
