Der stille Rückgang der Grasfrösche: Ein Weckruf für unsere Ökosysteme
Heute ist der 5.07.2026, und während die Sonne über Basel aufgeht, werfen wir einen Blick auf eine bedrohte Spezies, die oft übersehen wird: den Grasfrosch. In den tieferen Lagen der Schweiz, wo man ihn früher oft am Waldesrand quaken hörte, ist er stärker gefährdet, als viele dachten. Eine Langzeitstudie der Universität Basel hat alarmierende Ergebnisse zutage gefördert. Biologe Urs Tester zählt seit 1988 die Laichballen einer Grasfrosch-Population auf dem Bruderholz, und das Ergebnis lässt niemanden kalt.
In den Gemeinden Bottmingen, Reinach, Oberwil und Therwil erstreckt sich das Untersuchungsgebiet über etwa 500 Hektar. Von 1988 bis 1993 zählte man im Schnitt 8573 Laichballen – doch zwischen 2021 und 2025 waren es nur noch 2052! Das macht einen Rückgang von mehr als drei Vierteln aus. Irgendwie frustrierend, oder? Gerade die Laichplätze, die oft große Gesellschaften in unterschiedlichen Gewässern bilden, scheinen zu verschwinden. Und das, obwohl die Zahl der Laichgewässer im gleichen Zeitraum von 21 auf 53 gestiegen ist. Da fragt man sich: Wo sind all die Frösche hin?
Die Ursachen für das Verschwinden
Tester vermutet, dass der Klimawandel eine Hauptrolle spielt. Höhere Wassertemperaturen und trockene Jahre könnten das Überleben der Jungtiere stark beeinträchtigen. Das macht Sinn, wenn man bedenkt, wie sich die Niederschlagsmuster in den letzten Jahren verändert haben. Viele von uns haben die heißen Sommer und die kurzen, heftigen Regenschauer erlebt. Und nicht nur das: die veränderten Bedingungen stressen die Lebensräume der Frösche und gefährden deren Stabilität. Irgendwie hat man das Gefühl, dass unser Ökosystem in Bewegung ist – und das nicht unbedingt zum Besten.
Das Thema ist nicht nur lokal, sondern hat auch eine nationale Dimension. Die Bundesregierung setzt sich in verschiedenen Programmen dafür ein, widerstandsfähige Ökosysteme zu erhalten und wiederherzustellen. Denn je vielfältiger unser Ökosystem ist, desto besser kann es mit den Auswirkungen des Klimawandels umgehen. Der Grasfrosch könnte dabei ein Indikator sein. Wenn es ihm schlecht geht, ist das ein schlechtes Zeichen für die gesamte Umwelt.
Mitmachaktionen und Schutzmaßnahmen
Um dem Grasfrosch und seinen Artgenossen unter die Arme zu greifen, gibt es Initiativen, wie beispielsweise eine Mitmachaktion zur Erfassung der Grasfroschvorkommen. Hier sind Naturliebhaber gefragt: Jeder kann mitmachen und Laichballen zählen! Solche Aktionen sind wichtig, um ein Bewusstsein zu schaffen und den Rückgang der Bestände zu dokumentieren. Die Anleitung zum Zählen der Laichballen ist einfach und für jeden zugänglich. Und wer einen Garten hat, kann ganz konkret etwas tun: Vorschläge zum Schutz des Grasfrosches und anderer Froscharten werden ebenfalls bereitgestellt.
Die Laichballen findet man meistens am sonnigen Gewässerrand, wo das Ufer flach ausläuft. Dort, wo das Wasser ruhig ist und die Sonne die Oberfläche wärmt, fühlen sich die Frösche wohl. Es ist doch eine schöne Vorstellung, dass wir alle ein Stück dazu beitragen können, diesen vertrauten Frühlingsboten zu schützen. Ehrlich gesagt, man kann nicht genug für unsere Natur tun, oder? Dabei ist es so einfach, den eigenen Garten zu einem kleinen Paradies für die Tierwelt zu machen.
Die Herausforderungen sind groß, und es ist unklar, wie stark sich unsere Ökosysteme verändern können, bevor sie ihre Funktionen verlieren. Das Projekt „Klima-Resilienz von Ökosystemen“ zielt darauf ab, genau das zu erforschen und Handlungsempfehlungen zu entwickeln. Man fragt sich, ob wir es schaffen werden, unsere Natur unter den Herausforderungen des Klimawandels erfolgreich zu schützen und zu bewahren. Die Zeit wird es zeigen.
