Heute ist der 28.05.2026 und wir schauen mal, was sich in den Bergregionen der Schweiz so tut. Die Schweizer Berghilfe hat im Jahr 2025 unglaubliche 33,2 Millionen Franken durch Spenden und Nachlässe gesammelt. Das sind 6 Millionen Franken mehr als im Vorjahr! Rund 53.000 Menschen haben sich beteiligt, was zeigt, wie wichtig die Unterstützung für die Berggebiete ist. Aber nicht alles läuft rosig – mit dem Ende des Impulsprogramms Solar im Dezember 2024 gibt es auch einige Herausforderungen.
Die Stiftung hat 32,2 Millionen Franken an insgesamt 580 Projekte in den Bergregionen weitergegeben. Das mag sich erst einmal gut anhören, doch im Vergleich zu den 1.030 unterstützten Projekten im Jahr 2024 ist das ein deutlicher Rückgang. Die hohe Zahl im Vorjahr war eben das Resultat des befristeten Impulsprogramms, das viele Projekte ankurbelte, insbesondere im Bereich der Solaranlagen. Jetzt, wo das Programm nicht mehr existiert, sind die Zahlen wieder auf ein normales Niveau zurückgekehrt. Und die Zahl der bewilligten Projekte außerhalb des Impulsprogramms stieg zwar um 44, doch die allgemeine Tendenz ist spürbar.
Finanzierung und Verteilung der Mittel
Der Kanton Bern hat mit 7,6 Millionen Franken die Nase vorn, gefolgt von Graubünden mit knapp 5 Millionen und St. Gallen mit 3,3 Millionen Franken. Aber auch das Appenzellerland kommt nicht zu kurz: Hier wurden 1.220.000 Franken für 17 Projekte in Innerrhoden aufgebracht. In Appenzell Ausserrhoden gab es 30 Projekte, die mit rund 1,7 Millionen Franken (genauer gesagt 1.658.520 Franken) unterstützt wurden. Das zeigt, dass das Engagement für die Berggebiete auch lokal stark ausgeprägt ist.
Die Einnahmen aus Nachlässen sind mit 18,4 Millionen Franken im Jahr 2025 ebenfalls gestiegen – und machen jetzt rund 55% des gesamten Ertragsvolumens aus. Ein gewisser Teil dieser Gelder fließt in die Unterstützung von Klein- und Kleinstunternehmen, die in den Berggebieten eine wichtige Rolle spielen. Das ist besonders wichtig, da viele Bergbewohner auf diese Einkommensquellen angewiesen sind.
Berggebiete und ihre Herausforderungen
Berggebiete bedecken etwa ein Viertel der Erdoberfläche und sind Lebensraum für über 10% der Weltbevölkerung. Sie versorgen die Hälfte der Welt mit Süßwasser, und das gilt es zu schützen. Doch der Klimawandel hat auch hier seine Spuren hinterlassen. Häufigere Naturkatastrophen und sich verändernde Wetterbedingungen sind eine Realität, mit der die Bewohner konfrontiert sind. Innovative Ideen und Anpassungsmaßnahmen sind gefragt, damit die Lebensgrundlagen in diesen Regionen nicht weiter gefährdet werden.
Die Schweiz hat sich international einen Namen in der Gebirgsforschung gemacht und ist Mitglied der Alpenkonvention. Hier wird an Lösungen für den Klimawandel und den Schutz der Biodiversität gearbeitet. Es ist erstaunlich, wie viel Wissen und Erfahrung in der Schweiz vorhanden ist, um die Herausforderungen der Bergregionen anzugehen. Währenddessen ist das Bewusstsein über die drängenden Probleme, die durch den Klimawandel entstehen, enorm gewachsen. Das betrifft nicht nur die Schweiz, sondern alle Bergbewohner weltweit. Ein Frühwarnsystem für Naturkatastrophen wurde in Zusammenarbeit mit der DEZA entwickelt und zeigt, dass auch im digitalen Zeitalter der Mensch im Mittelpunkt stehen sollte.
Die Bergwelt ist also ein faszinierendes, aber auch herausforderndes Terrain. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Jahren entwickelt. Solange wir jedoch weiterhin zusammenarbeiten, um diese einzigartigen Regionen zu unterstützen, gibt es Hoffnung auf eine positive Zukunft.