Heute ist der 26. Mai 2026 und die Straßen rund um Appenzell Innerrhoden sind in Aufruhr. An einem sonnigen Nachmittag, genauer gesagt am 24. Mai, hat die Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden eine Geschwindigkeitskontrolle auf der Strecke zwischen Hundwil und Appenzell durchgeführt. Die Kontrolle dauerte rund eine Stunde und zog insgesamt fünf Fahrzeuglenker in ihren Bann. Die Geschwindigkeiten dieser Raser lagen zwischen 105 km/h und 140 km/h. Und dann war da noch dieser eine 23-jährige Mann, der mit atemberaubenden 164 km/h über die asphaltierte Piste ratterte – auf einer Strecke, die mit 80 km/h signalisiert war!

Stellt euch das mal vor! Der junge Mann, der mit drei Mitfahrern im Auto unterwegs war, wurde kurz vor 15.45 Uhr gestoppt. Die Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit betrug nach Abzug der Toleranz stolze 79 km/h. Ein solches Delikt erfüllt alle Kriterien für ein Raserdelikt. Das bedeutete nicht nur, dass der Führerausweis auf Probe sofort abgegeben werden musste, sondern auch, dass der Mann der Staatsanwaltschaft zugeführt wurde. Übrigens, weitere 17 Fahrzeuglenker hatten ebenfalls Übertretungen begangen, konnten jedoch ihre Vergehen über das Ordnungsbussenverfahren regeln.

Die Konsequenzen für Raser

Für die fünf kontrollierten Fahrzeuglenker wurde eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft eingereicht. Aber das ist noch nicht alles. Weitere 80 Verkehrsteilnehmer konnten ebenfalls nicht mit der zulässigen Geschwindigkeit mithalten. Diese Übertretungen könnten zu einem vereinfachten Verfahren führen, bei dem ein Ordnungsbusse fällig wird. Das Bußgeld für Geschwindigkeitsüberschreitungen ist im Bußgeldkatalog 2026 klar geregelt. Wer innerorts beispielsweise 21 km/h zu schnell fährt, kann mit einem Punkt und einem Bußgeld von 100 Euro rechnen. Je nach Ausmaß der Übertretung können die Strafen erheblich steigen.

Das Punktesystem sieht maximal drei Punkte bei Verkehrsverstößen vor. Wer hingegen acht Punkte erreicht, dem droht der Entzug der Fahrerlaubnis. Das ist besonders für Fahranfänger in der Probezeit brenzlig. Geringfügige Verstöße könnten sogar zu einer Verlängerung der Probezeit und der Teilnahme an einem Aufbauseminar führen. Nicht ganz unwichtig für unseren Raser: Punkte verfallen nach bestimmten Fristen, abhängig von der Schwere des Verstoßes. Ein Punkt verjährt nach 2,5 Jahren, während drei Punkte ganze zehn Jahre „auf dem Konto“ bleiben können.

Sicherheitsbewusstsein auf der Straße

Das Thema Verkehrssicherheit wird immer drängender, besonders wenn man bedenkt, dass Geschwindigkeitsüberschreitungen eine der häufigsten Verkehrsordnungswidrigkeiten sind. Im Jahr 2026 gab es in Deutschland etwa 2,45 Millionen Verfahren allein wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen. Eine erschreckende Zahl, die zeigt, dass viele Fahrer die Regeln nicht ernst nehmen. Hinzu kommen weitere Verstöße, wie das Handy am Steuer oder das Missachten von Rotlicht – auch hier sind die Zahlen alarmierend.

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Die Diskussion um Verkehrssicherheit zeigt, wie wichtig es ist, respektvoll und aufmerksam im Straßenverkehr unterwegs zu sein. Jeder Raser, der denkt, er könne ungestraft davonkommen, sollte sich bewusst machen, dass die Folgen weitreichend sein können – sowohl finanziell als auch rechtlich. Die Kantonspolizei wird auch an Pfingstmontag, dem 25. Mai 2026, weitere Kontrollen auf der Strecke zur Schwägalp und im Sondertal durchführen. Damit wird der Druck auf die Verkehrsteilnehmer aufrechterhalten, um die Straßen sicherer zu machen.