Heute ist der 9.07.2026 und die Hitze schlägt uns vor allem hier in Appenzell Innerrhoden ziemlich zu. Die letzten Wochen waren geprägt von strahlendem Sonnenschein und einer Trockenheit, die uns mehr als nur ein paar schweißige Tage beschert hat. Aber seht euch das an – die Regierung von Liechtenstein hat nun ein absolutes Feuerverbot im Freien erlassen. Ja, ihr habt richtig gelesen! Das Verbot wurde auf Antrag des Amtes für Bevölkerungsschutz eingeführt und gilt bis auf weiteres.

Die Verantwortlichen haben sich dabei nicht einfach mal schnell entschieden. Nein, sie haben sich mit Gemeindefeuerwehrkommandanten und Förstern abgestimmt. Und das hat seinen Grund: Die Waldbrandgefahr in Liechtenstein hat bereits die höchste Warnstufe 5 erreicht. Wer also plant, im Freien zu grillieren oder gar ein Lagerfeuer zu machen, sollte seine Pläne dringend überdenken. Holz- und Kohlegrills, Feuerschalen, das Anzünden von Kerzen im Freien und sogar das Abbrennen von Feuerwerkskörpern sind ab sofort tabu.

Was ist erlaubt, was nicht?

Ein paar Ausnahmen gibt es allerdings: Gas- und Elektrogrills dürfen unter bestimmten Bedingungen genutzt werden, aber nur außerhalb der Wälder. Hierbei müsst ihr darauf achten, dass genügend Abstand zum Boden vorhanden ist, ihr einen festen, nicht brennbaren Untergrund habt und das Ganze stets unter Aufsicht bleibt. Ein wenig kompliziert, oder? Aber hey, Sicherheit geht vor!

Ein Blick über die Grenze zeigt, dass auch in den Schweizer Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden eine hohe Waldbrandgefahr herrscht – Stufe 4 von 5. Hier ist ebenfalls ein Feuerverbot im Wald und in der Nähe von Wäldern ausgesprochen worden. Ein paar Kilometer weiter in Vorarlberg wurden bislang keine solchen Verordnungen erlassen, aber die Waldbrandgefahr wird als sehr groß eingeschätzt. Man könnte fast sagen, überall um uns herum brennt die Luft!

Waldbrandgefahrenindex – Was steckt dahinter?

Interessant ist auch der Waldbrandgefahrenindex (WBI), der das meteorologische Potential für die Gefährdung durch Waldbrand beschreibt. Der WBI zeigt die Waldbrandgefahr in fünf Gefahrenstufen an – von sehr geringer Gefahr (Stufe 1) bis hin zu sehr hoher Gefahr (Stufe 5). Die örtliche Einschätzung dieser Gefahren kann allerdings von den offiziellen Werten abweichen. Wer sich also für die aktuelle Gefahr interessiert, kann sich auf den Webseiten der Landesforstbehörden informieren.

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Die Karten, die den WBI darstellen, werden einmal täglich aktualisiert und geben uns einen guten Überblick über die Gefahrenlage. Das ist wichtig, denn diese Hochsommerzeiten mit ihren trockenen Böden und der Hitze können schnell zu gefährlichen Situationen führen. Wer jetzt nicht aufpasst, könnte schneller in einem Schlamassel stecken, als man denkt.

Trotz all der Verbote und Warnungen bleibt die Hoffnung, dass wir bald wieder unbeschwert die Natur genießen können. Aber bis dahin – bleibt vorsichtig und denkt an die Sicherheit unserer Wälder. Schließlich wollen wir nicht, dass uns das Feuer die Freude am Draußensein nimmt!