Ein neuer Name für die Zukunft: Ostschweizer Kinderspital wird universitäres Lehr- und Forschungsspital
Heute ist der 8.07.2026, und während der Sommer in Appenzell Innerrhoden sein Farbenspiel entfaltet, gibt es auch in der Ostschweiz spannende Neuigkeiten zu vermelden. Das Ostschweizer Kinderspital (OKS) hat einen neuen, klangvollen Titel erhalten: Es wird nun offiziell als «Universitäres Lehr- und Forschungsspital» geführt. Ein Schritt, der nicht nur die akademische Ausrichtung des Spitals unterstreicht, sondern auch die Bedeutung von Lehre und Forschung in der medizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen verdeutlicht.
Der Regierungsrat des Kantons St.Gallen hat diesen Beschluss gefasst, nachdem Empfehlungen von der Schweizerischen Hochschulkonferenz und der Gesundheitsdirektorenkonferenz eingegangen sind. Und das Beste daran? Alle Träger des OKS – darunter die Kantone St.Gallen, Thurgau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden sowie das Fürstentum Liechtenstein – unterstützen diesen Namenszusatz voll und ganz. Es ist wie ein großes Familienfest, bei dem sich alle freuen, dass das Kind einen neuen Namen bekommt!
Die Bedeutung des neuen Titels
Serge Altmann, der CEO des OKS, sieht diesen Namenszusatz als eine verdiente Anerkennung für die kontinuierlichen Bemühungen in der Lehre und Forschung. Schließlich wird das OKS nicht nur als das einzige Zentrumsspital für Kinder und Jugendliche in der Ostschweiz und im Fürstentum Liechtenstein angesehen, sondern auch als ein Ort, der durch seine akademische Ausrichtung die Attraktivität als Arbeitgeber steigert und die Reputation bei Patienten verbessert. Und seien wir ehrlich, das ist für die Eltern ein wichtiges Thema, wenn es um die Gesundheit ihrer Kleinen geht!
Jährlich betreut das OKS etwa 40 Unterassistenten im Rahmen des Joint Medical Masters zwischen Zürich und St.Gallen. Rund 75 Ärzte sind in einem Weiterbildungsprogramm zur Erlangung eines FMH-Facharzttitels eingeschrieben. Mit über 20 habilitierten Ärzten und Wissenschaftlern, die sich in translationaler und klinischer Forschung engagieren, wird hier wirklich auf hohem Niveau gearbeitet. Die Forschungsthemen sind spannend und vielversprechend – von Kinderkrebsforschung über 3D-Rekonstruktionen von Nerven bis hin zu Bewegungsanalysen und dem Einsatz von künstlicher Intelligenz. Ein echtes Zukunftsprojekt!
Herausforderungen der Notfallversorgung
Doch während das OKS in die akademische Zukunft schreitet, gibt es auch Herausforderungen. Aktuell sind die Notfallstationen überfüllt. Die Zunahme an Notfallpatienten führt zu langen Wartezeiten, was für Eltern und Kinder natürlich alles andere als angenehm ist. Es wird geraten, sich nur bei schweren und dringenden Erkrankungen auf der Notfallstation vorzustellen. Viele kleinere Erkrankungen und Verletzungen können auch beim Haus- oder Kinderarzt behandelt werden. Das ist eine gute Option, um nicht unnötig lange warten zu müssen.
Für die Eltern, die in einer stressigen Situation Rat benötigen, gibt es auch telefonische Beratungen zur Dringlichkeit einer ärztlichen Untersuchung. Die Nummern sind schnell aufgerufen: 0900 144 100 für Festnetz- und Handykunden, 0900 144 200 für Prepaid-Handys. Und für alle, die einfach nicht weiter wissen, gibt es Medgate unter 058 387 77 10. Manchmal ist es gut, zu wissen, dass Hilfe nur einen Anruf entfernt ist.
Ein Blick auf das Gesundheitssystem
In der Schweiz haben die Kantone umfassende Kompetenzen im Gesundheitswesen, und das ist auch für das OKS von Bedeutung. Die Spitalversorgung, die Spitzenmedizin und die Berufszulassung fallen alle in die Verantwortung der Kantone. Während der Bund für die obligatorische Krankenversicherung zuständig ist, sorgen die Kantone für die praktische Umsetzung vor Ort. Die Gesundheitsausgaben steigen kontinuierlich – 2021 lagen sie bei beeindruckenden 86,3 Milliarden Franken.
Ein dichtes Netz von Ärzten und ambulanten Zentren sorgt dafür, dass die Bevölkerung relativ schnell behandelt werden kann. Die meisten Menschen wohnen im Schnitt nur einen Kilometer von der nächsten medizinischen Grundversorgung entfernt. Das ist in stressigen Zeiten ein beruhigender Gedanke, oder? Wenn man bedenkt, dass im Notfall jede Sekunde zählt, ist diese Nähe Gold wert.
Am 26. September 2026 wird das OKS in das neu erbaute Kinderspital an der Spitalstrasse 10 umziehen, auf dem gemeinsamen Campus mit HOCH Health Ostschweiz. Ein neuer, aufregender Abschnitt beginnt, und wir können gespannt sein, wie sich das OKS weiter entwickeln wird. Mit einem soliden Fundament in der Forschung und Lehre, gepaart mit dem Engagement der vielen Spezialisten, ist das Kinderspital bestens aufgestellt, um auch in Zukunft die besten Lösungen für die Kleinsten unter uns zu finden.
