Einbruch mit Hochgeschwindigkeit: Polizei jagt Täter durch die Nacht
Ein ganz normaler Montagmorgen, könnte man denken. Doch in Aarberg, einem kleinen Städtchen im Kanton Bern, nahm der Tag eine unerwartete Wendung. Kurz nach 4.30 Uhr meldeten mehrere Anwohner einen Einbruchsversuch in ein lokales Geschäft am Stadtplatz. Ein Einbruch, der nicht nur die Polizei auf den Plan rief, sondern auch eine wilde Flucht zur Folge hatte.
Die Kantonspolizei Bern rückte schnell an und stellte fest, dass der Eingangsbereich sowie das Schaufenster des Geschäfts beschädigt waren. Leider war zu diesem Zeitpunkt niemand vor Ort. Aber die Geschichte nahm hier erst richtig Fahrt auf. Ein Team der Kantonspolizei Neuenburg sah das Fluchtfahrzeug mit einer Geschwindigkeit, die einem Formel-1-Rennen zur Ehre gereichen würde, auf der Ausfahrt Neuchâtel-Vauseyon vorbeirasen.
Chaos im Tunnel
Die rasante Verfolgungsjagd führte die Polizei schließlich in den Tunnel Vue-des-Alpes. Hier kam es zu einem Crash – das Fluchtfahrzeug geriet mit einem anderen Auto in Kollission. Glücklicherweise gab es keine Verletzten, aber die Insassen des Fahrzeugs hatten die Polizei nicht nur übersehen, sondern auch ein Matrixsignal mit dem Hinweis „Stopp Polizei“ ignoriert. Das ist schon fast surreal, oder? Die Flucht ging weiter bis zur Rue de Gibraltar in La Chaux-de-Fonds.
Doch auch dort fanden die Flüchtigen kein Entkommen. Sie ließen das beschädigte Fahrzeug zurück und setzten ihre Flucht zu Fuß fort. Die Kantonspolizei ließ sich jedoch nicht abschütteln. Zwei der Männer wurden in der Nähe des Fahrzeugs geschnappt, während die anderen beiden bei einer anschließenden Nachsuche gefasst wurden. Alle vier Männer stehen im Verdacht, einen versuchten Einbruchdiebstahl begangen zu haben, und zwei von ihnen sind sogar noch minderjährig.
Gestohlene Fahrzeuge und Ermittlungen
Das Fluchtfahrzeug war als gestohlen gemeldet, und die Polizei stellte sicher, dass es nicht wieder auf den Straßen auftaucht. Aber das war noch nicht alles; im Rahmen ihrer Nachforschungen stießen die Beamten auf ein zweites gestohlenes Fahrzeug. Die Kantonspolizei Bern hat nun die Ermittlungen übernommen, unterstützt von der regionalen Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland und der kantonalen Jugendanwaltschaft. Wie die Dinge oft stehen, wird dieser Fall noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
Ein Einbruch, der zu einer Verfolgungsjagd wurde – das weckt Erinnerungen an Filme und Geschichten, die man sich gerne in der Freizeit anschaut. Und während die Polizei an der Aufklärung des Falls arbeitet, bleibt die Frage: Was treibt junge Menschen zu solchen Taten? Eine Diskussion, die sicher nicht aufhören wird, solange es noch Kriminalität gibt. Wenn Sie mehr über die Kriminalitätsstatistiken in der Schweiz erfahren möchten, besuchen Sie die Website des Bundesamtes für Statistik unter https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/kriminalitaet-strafrecht/polizei.html.
