Bahnchaos in Basel: Bahnersatzbusse und Baustellenlärm erwarten Reisende und Anwohner
In Basel und Umgebung gibt es, wie so oft, einen Grund zur Aufregung – und diesmal ist es die Bahn. Die Züge von und nach Gais werden bald durch Bahnersatzbusse ersetzt. Das klingt nach einer kleinen Umstellung, ist aber tatsächlich ein Teil eines größeren Bauprojekts, das sich über mehrere Wochen erstreckt. Ein Blick auf die Details zeigt, dass die Bahnstrecke bereits in der Nacht gesperrt ist, und zwar seit dieser Woche. Die Bauarbeiten sind nicht gerade klein und umfassen die vollständige Erneuerung der Fahrbahn im Bereich Äbisegg–Hirschberg.
Ein würdiger Ersatz für die Züge? Nun, die Reisenden müssen sich auf Bahnersatzbusse einstellen, die während der gesamten Sperrung vom 6. Juli bis 8. August verkehren werden. Die Abfahrtszeiten der Ersatzbusse weichen vom regulären Fahrplan ab, also ein kleiner Tipp: Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte die Online-Fahrpläne unter www.sbb.ch oder in der App «Fairtiq» überprüfen. Die Haltestellen des Ersatzverkehrs sind zudem vor Ort gut signalisiert – damit niemand verloren geht.
Die Bauarbeiten im Detail
Aber was genau wird hier eigentlich gemacht? Die Erneuerung umfasst nicht nur den Ober- und Unterbau des Gleises, sondern auch die Entwässerung, Kabelkanäle und Stützkonstruktionen. Ach ja, und das Stellwerk bei der Haltestelle Sammelplatz wird durch ein elektronisches Stellwerk ersetzt. Man könnte fast sagen, es ist ein kleiner technischer Fortschritt, der hier Einzug hält. Gleichzeitig führt der Kanton Appenzell Innerrhoden Arbeiten an der Kantonsstraße durch. Das bringt natürlich Lärmemissionen mit sich, die für die Anwohner nicht gerade ein Vergnügen sind.
Wie bei fast allen Baustellen, werden auch hier die Lärmemissionen die Lebensqualität der Anwohner beeinträchtigen. Ein bisschen Lärm muss man ja dulden, sagt das Gesetz, solange die Nutzung des Grundstücks nicht wesentlich beeinträchtigt wird. So steht es im § 906 BGB. Dennoch gibt es natürlich Rechte der Anwohner, denn niemand möchte sich den ganzen Tag über Baulärm ärgern. Die gesetzlichen Grundlagen zum Schutz vor Baustellenlärm sind in Deutschland und auch in der Schweiz ein wichtiges Thema. Auch die Appenzeller Bahnen haben sich dazu verpflichtet, Maßnahmen zur Lärmreduzierung zu ergreifen.
Verkehrsregelungen und Herausforderungen
Die Straßenverkehrsregelungen in der Umgebung sind ebenfalls betroffen. Im Bereich Kreisel Rank bis Obere Hirschbergstrasse wird der Verkehr von Mitte Juni bis voraussichtlich Mitte August einspurig und mit Lichtsignalanlage geregelt. Das kann für die Autofahrer unter uns eine echte Geduldsprobe werden. Zudem sind vorübergehende Sperrungen von Bahnübergängen entlang der Strecke für einzelne Arbeiten notwendig. Die genauen Sperrzeiten werden auf Informationstafeln vor Ort und auf der Webseite der Appenzeller Bahnen veröffentlicht.
Und während all diese Arbeiten stattfinden, verlagern sich die Probleme nicht nur auf die Bahnen, sondern auch auf die Anwohner. Wer in der Nähe von Baustellen wohnt, hat rechtliche Möglichkeiten, gegen Lärm vorzugehen, wenn dieser die festgelegten Grenzwerte überschreitet. Das Thema Lärmbelästigung ist nicht nur ein Ärgernis, sondern auch ein rechtliches Feld, in dem man sich gut auskennen sollte. Denn bei erheblichem Baulärm kann auch eine Mietminderung geltend gemacht werden.
Im Großen und Ganzen wird es eine herausfordernde Zeit für die Reisenden und Anwohner in der Region um Gais. Die Bauarbeiten bringen nicht nur Veränderungen im Verkehr mit sich, sondern auch jede Menge Lärm. Die Hoffnung bleibt, dass nach der Baustelle alles ein wenig besser wird – sowohl für die Bahnreisenden als auch für die Anwohner, die die Unannehmlichkeiten überstehen müssen. Und während wir auf die neuen, modernisierten Gleise warten, bleibt nur eines zu sagen: Gute Fahrt mit den Bahnersatzbussen!
