Am 4. April 1987 fegte ein gewaltiger Föhnsturm über die Nordseite der Alpen und brachte nicht nur die Luft zum Rasen, sondern hinterließ auch massive Schäden. Mit Windgeschwindigkeiten von über 130 km/h war der Sturm ein echtes Ungeheuer. In Appenzell und St. Gallen beispielsweise fielen je 70.000 Kubikmeter Wald dem Sturm zum Opfer – eine Katastrophe, die nicht nur die Natur, sondern auch die Menschen in der Region stark betraf. Die Schadenssumme belief sich auf schätzungsweise 11 Millionen Franken, und das war nur die Spitze des Eisbergs. Über 65 Millionen Franken an Gebäudeschäden wurden allein in der Zentral- und Ostschweiz verzeichnet. Um es mal so zu sagen: Der Sturm war ein echter Holzfäller und hat ganze Wälder verwüstet!

Die Schäden waren nicht nur auf den Wald begrenzt. Betriebsunterbrechungen auf der Brüniglinie und der Appenzellerbahn sorgten für einen Stillstand, der die Mobilität der Menschen stark einschränkte. Man stelle sich vor, wie es war, als die Züge nicht mehr fuhren und Straßen blockiert waren. Das alltägliche Leben geriet aus dem Gleichgewicht – und das in einem Moment, als die Natur ihre Macht demonstrierte. Im Hafen La Pichette erlebte man den Sturm auf eine ganz andere Art: 120 Boote wurden beschädigt, 20 versanken. Ein wahres Chaos!

Ein neuer Anfang im Lankersgäbris

Doch die Natur hat auch ihre eigene Art, sich zu regenerieren. Im Gebiet Lankersgäbris, wo der Sturm besonders gewütet hatte, wurden verschiedene Baumarten gepflanzt, um den Wald wieder aufzuforsten. Ein Wildschutzzaun wurde errichtet, um die frisch gepflanzten Bäume vor hungrigem Wild zu schützen. Und siehe da, die Bäume haben es geschafft! Sie sind mittlerweile so hoch gewachsen, dass der Zaun abgebaut werden konnte. Ein kleiner Triumph der Natur, könnte man sagen.

Die Jäger, die beim winterlichen Holzschlag halfen, schufen mit viel Geschick Holzhaufen aus den abgefallenen Ästen. Diese wurden nicht einfach liegen gelassen, sondern sorgten für eine natürliche Waldverjüngung. In den Haufen unter den Ästen konnten bereits kleine Bäumchen wie Weisstanne, Ahorn, Buche und Vogelbeere entdeckt werden. Es ist fast magisch, wie aus einem Chaos neues Leben sprießen kann! Werner Höhener, Präsident der Waldkorporation Hackbühl Gais, ließ es sich nicht nehmen, den Jägern bei einem Znüni zu danken. Bei einer herzhaften Portion heissem Fleischkäse und Salat wurde über die geleistete Arbeit und die Jagderlebnisse geplaudert. Man spürte die Freude und den Stolz der Beteiligten.

Ein Blick in die Vergangenheit

Es ist schon seltsam, wenn man darüber nachdenkt, wie der Föhn nicht nur als Sturm, sondern auch als Brandbeschleuniger in die Geschichte eingegangen ist. Man denke an die tragischen Ereignisse in Meiringen Ende des 19. Jahrhunderts, als ein Feuer, das durch den Föhn entfacht wurde, das ganze Dorf in Schutt und Asche legte. Die Menschen konnten oft nur ihr Leben retten, während ihre Habseligkeiten in den Flammen verschwanden. Eine düstere Erinnerung daran, wie gefährlich und unberechenbar die Natur sein kann.

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Heute, am 5. Juni 2026, blicken wir zurück auf diesen verheerenden Föhnsturm und die darauffolgenden Anstrengungen, die Natur wiederherzustellen. Es ist beeindruckend, wie aus Zerstörung neues Leben erwachsen kann. Die Jäger und die Waldkorporation zeigen, dass durch Zusammenarbeit und Respekt vor der Natur auch aus einem Sturm wie diesem wieder Hoffnung und Wachstum entstehen können. Ein lebendiger Wald wird sich über die Jahre entwickeln, und vielleicht wird er in einigen Jahrzehnten ein Ort sein, an dem Menschen und Tiere in Harmonie leben.