Sicherer Sommer: So schützen Sie Ihr Zuhause vor Einbrechern während der Ferien
Heute ist der 12.07.2026 und die Sommerferien stehen vor der Tür. Für viele heißt das: Zeit zum Entspannen und die Seele baumeln lassen. Doch während wir uns auf die wohlverdienten Wochen freuen, sollten wir auch einen Blick auf die Schattenseite werfen. Der Sommer ist bekanntlich eine der einbruchsreichsten Zeiten des Jahres. Die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für 2024 zeigt, dass in der Schweiz 46.070 Einbruch- und Einschleichdiebstähle registriert wurden – ein Anstieg von 11,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Das sind im Schnitt 126 Einbrüche pro Tag. Man mag kaum glauben, wie viele Menschen abwesend sind, während die Einbrecher auf der Lauer liegen!
Einbrecher sind keine Romantiker, die nur nachts ihr Unwesen treiben. Nein, sie nutzen die Abwesenheit von Bewohnern auch tagsüber aus. Wenn die Fenster gekippt sind oder die Türen unverschlossen, ist das wie ein offenes Einladungsschreiben. Die häufigsten Einstiegspunkte sind Türen, Fenster im Erdgeschoss, Kellerfenster und Terrassentüren – alles, was leicht zugänglich ist. Die Polizei rät, alle Türen und Fenster abzuschließen, auch die Nebeneingänge, und Kellerlichtschächte zu sichern. Ein kleiner Tipp: Wer seine Anwesenheit simuliert mit Zeitschaltuhren für Licht oder Radio, kann Einbrecher vielleicht abschrecken.
Präventionsmaßnahmen und Nachbarschaftshilfe
Aber es gibt noch mehr, was wir tun können. Wertsachen sollten in einem Tresor aufbewahrt werden – und die Reserveschlüssel sind besser nicht unter der Fußmatte versteckt. Auch eine Nachbarschaftshilfe kann Gold wert sein; Nachbarn über die eigene Abwesenheit zu informieren, kann helfen, verdächtige Personen im Blick zu behalten. Und jetzt mal ehrlich: Wer mag es nicht, wenn die Nachbarn ein Auge auf das Eigenheim werfen? Das stärkt den Zusammenhalt und sorgt dafür, dass man sich sicherer fühlt.
Ein weiterer Punkt, der oft übersehen wird, ist der Schutz für Betriebe. Hier ist ein mehrstufiges Sicherheitskonzept gefragt. Bargeld gehört nicht ins Geschäft, und eine Alarmanlage sollte selbstverständlich sein. Zeitschaltuhren für die Beleuchtung sind auch hier eine gute Idee. Denn wer will schon, dass ein Einbrecher während der Betriebsferien mit einem Schraubenzieher im Schuppen steht?
Einbruchstatistiken und Ausblick
Im Vergleich zu den Einbrüchen gibt es auch interessante Entwicklungen in der kriminalstatistischen Landschaft. Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 zeigt zwar einen Rückgang bei der Gesamtkriminalität um 5,6 %, doch der Wohnungseinbruchdiebstahl ist um 5,7 % gestiegen. Das Dunkelfeld bei diesen Taten ist hoch: Nur 57 % werden überhaupt angezeigt. Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass Betrugsdelikte sich zunehmend ins Digitale verlagern, während wir uns in der analogen Welt um unsere Häuser kümmern sollten.
Die Aufklärungsquote bei Einbrüchen liegt bei weniger als 20 %. Das macht klar, wie wichtig es ist, präventiv zu handeln. Es ist zwar beruhigend zu wissen, dass die Gesamtkriminalität rückläufig ist, die Einbrüche jedoch eine unangenehme Ausnahme darstellen. Und das ist nicht nur ein Problem für Einfamilienhäuser – auch Mehrfamilienhäuser sind betroffen. Hier müssen die Wohnungstüren immer abgeschlossen sein, und unbekannte Personen sollten angesprochen werden. Sicherheit fängt schließlich im Kleinen an.
Genießen Sie die Sommerferien – aber lassen Sie sich nicht überraschen. Mit den richtigen Vorkehrungen können Sie entspannen, während Ihr Zuhause sicher bleibt. Und vergessen Sie nicht, die Kantonspolizei bietet kostenlose Sicherheitsberatungen an. Nutzen Sie diese Chance, um Ihr Zuhause optimal zu sichern!
