Sichere Wege für die Kleinsten: Verkehrssicherheit spielerisch lernen in St. Gallen
Heute ist der 1.07.2026, und während die Sonne über Appenzell Ausserrhoden strahlt, üben rund 1800 Kinder in St. Gallen fleißig ihre Verkehrssicherheit. Diese spannende Initiative findet in der Verkehrsschulungsanlage in der Olma-Halle 3 statt. Hier wird nicht einfach nur theoretisches Wissen gepaukt – die Kinder bekommen die Möglichkeit, ihr Wissen gleich in die Tat umzusetzen. Und das seit Jahren! Genauer gesagt, seit sechs Jahren ist die Anlage nun am aktuellen Standort in Betrieb. Ein echtes Highlight für unsere kleinen Verkehrsteilnehmer!
Insgesamt wird die Anlage von der Püntener AG betrieben und von der Stadtpolizei St. Gallen, der Kantonspolizei St. Gallen sowie der Kantonspolizei Appenzell I.Rh. genutzt. Dies zeigt, wie ernst man es hier mit der Verkehrssicherheit nimmt. Unterstützung kommt auch vom TCS, der jährlich mehrere zehntausend Franken in die Infrastruktur investiert und zudem die infrastrukturellen Kosten übernimmt. Die Primarklassen nutzen diese Gelegenheit, um direkt an Ort und Stelle zu lernen – unter Anleitung von Verkehrsinstruktorin Bea Etienne, die den Kindern alles über Abzweigungen, Signalanlagen und Verkehrsschilder beibringt.
Praktisches Lernen für die Kleinsten
Die Schulungen beginnen stets mit zwei Lektionen im Klassenzimmer, wo die Kinder die Grundlagen der Signallehre und das richtige Verhalten im Straßenverkehr kennenlernen. Ein echter Mix aus Theorie und Praxis, der auf kreativem Lernen setzt. Nach der Theorie folgt dann die praktische Übung. Hierfür stehen die Zivildienstpflichtigen bereit, die den Schülern bei der Anleitung helfen. Gemeinsam erkunden sie die Anlage, die nach der OFFA mit Markierungen und Tafeln ausgestattet wird, um die Sicherheit weiter zu erhöhen. Die Fortschritte der Kinder werden während der Trainingsstunden genau beobachtet – ein tolles Konzept, das nicht nur lehrreich, sondern auch unterhaltsam ist!
Und während in St. Gallen fleißig trainiert wird, gibt es auch andere Programme, die sich um die Verkehrssicherheit der Kinder kümmern. Ein prominentes Beispiel ist das ADAC-Programm „Achtung Auto“, das sich an Fünft- und Sechstklässler aller Schularten richtet. Dieses Programm ist nicht nur kostenlos, sondern bietet auch interaktive und einprägsame Lernmethoden – ein echter Knaller! Die Kinder lernen, was es bedeutet, wenn man von der Formel „Reaktionsweg + Bremsweg = Anhalteweg“ spricht. Im Rahmen von praktischen Übungen erfahren sie ihren eigenen Anhalteweg durch Lauf- und Stopp-Spiele. Auch die Ablenkung durch Smartphones und Kopfhörer wird thematisiert – ein Thema, das in der heutigen Zeit besonders wichtig ist.
Ein Blick auf die Verkehrssicherheit
Man muss sich mal überlegen: Im Jahr 2024 verunglückten in Deutschland 27.261 Kinder im Straßenverkehr. Tragischerweise starben 53 von ihnen. Diese Zahlen sind alarmierend und zeigen, wie wichtig die Arbeit der verschiedenen Organisationen und Programme ist. Das Bundesministerium für Verkehr unterstützt Programme zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für Kinder, und auch die neue Kampagne mit Pumuckl wird bald zehn Videos zur Verkehrserziehung für Kinder und Eltern umfassen. Die Initiative „Kind und Verkehr“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) bietet kostenfreie Schulungen für Eltern in Kindertageseinrichtungen an – es ist einfach unerlässlich, dass alle Beteiligten, ob Kinder, Eltern oder Lehrer, bestens informiert sind.
Die Programme sind vielfältig und reichen von interaktiven Wimmelbildern zur Verkehrsteilnahme bis hin zu speziellen Schulungen für Kitas. Auch das Pilotprojekt „Kinderverkehrsgarten“ in Mönchengladbach setzt neue Maßstäbe, indem es Kindergartenkindern spielerisch die Regeln des Straßenverkehrs näherbringt. Wenn man bedenkt, dass viele Kinder auch im Auto nicht richtig gesichert sind – 93% fahren zwar innerorts altersgerecht, aber nur 52% korrekt im Kinderrückhaltesystem – sieht man, wie wichtig es ist, diese Themen immer wieder aufzugreifen.
Die Verkehrssicherheit ist ein Gemeinschaftsprojekt, und es ist ermutigend zu sehen, wie viele Initiativen es gibt, die sich diesem wichtigen Thema widmen. Lasst uns also weiterhin dafür sorgen, dass unsere Kinder sicher durch den Verkehr kommen und sie die nötigen Fähigkeiten erlernen, um verantwortungsbewusste Verkehrsteilnehmer zu werden. Es liegt an uns, ihnen die besten Grundlagen zu bieten!
