Heute ist der 6.06.2026 und die Menschen in Appenzell Ausserrhoden schauen gespannt auf die neuesten Entwicklungen bei der Migros. Am 2. Juli wird die erste selbstbediente Migros-Filiale in Herisau eröffnet. Wer hätte gedacht, dass man hier in der Region schon bald rund um die Uhr einkaufen kann? So ganz ohne Personal nach 19 Uhr – das hat schon was! Die Filiale, die tagsüber von freundlichem Personal besetzt ist, verwandelt sich abends in einen Selbstbedienungsmodus. Kunden müssen dafür nur ihr Smartphone zücken, um Zutritt zu erhalten und an den Self-Checkout-Kassen zu bezahlen. Das hat einen gewissen Reiz, oder?

Mit einer Fläche von etwa 300 Quadratmetern und rund 7000 Artikeln dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Das Konzept basiert auf der Infrastruktur der beliebten unbedienten Migros-Teo-Läden, was es besonders spannend macht. Die Regale werden außerhalb der bedienten Öffnungszeiten aufgefüllt – schließlich gibt es ja das Arbeitsgesetz, das das Arbeiten zu nachtschlafender Zeit verbietet. Ein wenig gruselig ist es aber schon, wenn man bedenkt, dass die Filiale nachts video- und sensorüberwacht wird. Man fragt sich, ob man dann beim nächsten Einkauf ein wenig mehr auf seine Manieren achten sollte!

Kritik und Bedenken

Doch nicht jeder ist von dieser Neuerung begeistert. Der Gewerkschaftsbund St. Gallen-Appenzell sieht das 24-Stunden-Konzept kritisch. Sie warnen vor möglichen negativen Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen und betonen, dass kleinere Detailhändler unter dieser Entwicklung leiden könnten. Ein berechtigter Punkt, wenn man bedenkt, dass nicht alle Geschäfte mit solchen großen Ketten mithalten können. Es ist immer eine schwierige Balance zwischen Innovation und der Unterstützung lokaler Unternehmer.

Während die Migros mit ihrem Wunsch nach flexibleren Einkaufsmöglichkeiten glänzt, haben Konkurrenzunternehmen wie Valora und Spar ebenfalls 24-Stunden-Shops im Angebot. Einige dieser Filialen mussten jedoch wegen Sicherheitsvorfällen temporär schließen – das wirft Fragen auf. Ist der Drang nach ständigem Zugang zu Lebensmitteln wirklich so wichtig, wenn man dafür möglicherweise ein höheres Risiko eingeht?

Ein Blick in die Zukunft

Die Betriebsbewilligung für das Projekt liegt bereits vor, obwohl sich der ursprüngliche Start aufgrund einer Einsprache gegen bauliche Anpassungen um ein Jahr verzögert hat. Man fragt sich, ob das wirklich notwendig war. Vielleicht sind die Anwohner besorgt über die nächtlichen Aktivitäten oder die potenziell veränderten Lebensgewohnheiten in der Umgebung. Wie auch immer, die Debatte ist angestoßen und die Frage bleibt: Ist ein 24-Stunden-Shop wirklich die Antwort auf die Bedürfnisse der Kunden? Oder ist es einfach ein weiteres Zeichen für unsere immer schneller werdende Welt, in der alles sofort verfügbar sein muss?

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Die Eröffnung in Herisau wird mit Sicherheit viele neugierige Gesichter anziehen – wer kann schon einem neuen Einkaufserlebnis widerstehen? Die Zeit wird zeigen, ob dieses Konzept tatsächlich hält, was es verspricht, oder ob es nur ein kurzlebiger Trend ist. Für die Bewohner von Appenzell Ausserrhoden bleibt das Abenteuer auf jeden Fall spannend!