In den letzten Jahren hat das Staatsarchiv Appenzell Ausserrhoden einen echten Schatz gehoben! Historische Filmaufnahmen, die das Leben und die Traditionen in der Region festhalten, wurden online zugänglich gemacht. Darunter befinden sich faszinierende Werke des Fotografen Guido Gross, der in den 1940er Jahren zwei Filme auf dem majestätischen Säntis drehte. Da fliegen die Skifahrer mit zeittypischer Ausrüstung durch den unpräparierten Schnee – ein Anblick, der uns mit nostalgischen Gedanken an die Anfänge des Wintersports erfüllt. Die Aufnahmen sind nicht nur ein Fenster in die Vergangenheit, sondern auch ein Zeugnis der Skikultur, die in der Schweiz, wie wir wissen, eine lange Geschichte hat.

Zusätzlich dokumentierte Gross die zwischen 1933 und 1935 erbaute Säntisschwebebahn, die Wetterwarte und die Silvesterchläuse auf dem Säntisgipfel. Diese Chläuse – eine echte Appenzeller Tradition – sind seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil des Brauchtums. Übrigens, die Wurzeln dieser Tradition reichen bis ins Jahr 1663 zurück! Möglicherweise geht sie sogar auf heidnische Bräuche oder die St. Nikolaus-Tradition aus Nordfrankreich zurück. Das Läuten der Glocken, das die Chläuse begleiten, lässt uns in eine magische, fast mystische Welt eintauchen.

Einblicke in die Tradition der Silvesterchläuse

Erst im Jahr 1744 taucht der erste schriftliche Nachweis eines Kostüms der Silvesterchläuse auf. Die „Schöni“ Chläus, die seit dem 19. Jahrhundert zur Tradition gehören, sorgen mit ihren bunten, kunstvoll gestalteten Kostümen für Aufsehen. Komischerweise haben Begriffe wie „Schön-Wüeschte“ erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts Einzug in den Wortschatz gehalten. Ein Zeichen dafür, wie lebendig und dynamisch unsere Traditionen sind!

Doch zurück zu den Filmen – auch der Amateurfilmer Edwin Brunnschweiler, der zwischen den 1970er und 1980er Jahren aktiv war, trug dazu bei, das Ausserrhoder Brauchtum festzuhalten. Seine Aufnahmen zeigen nicht nur die Silvesterchlausen, sondern auch Viehschauen, Alpfahrten und die Jakobifeier auf der Hochalp. Ein ehrwürdiger Beitrag zur Bewahrung unserer Kultur! Und jetzt, wo diese Schätze online abrufbar sind, kann jeder einen Blick darauf werfen und in die Vergangenheit eintauchen.

Die Entwicklung des Wintersports in der Schweiz

Wenn wir über das Skifahren sprechen, dürfen wir nicht vergessen, dass der Wintersport in der Schweiz eine lange und bewegte Geschichte hat. Es begann alles mit dem Wintertourismus, als genesene Patienten aus den Städten in die Berge strömten, um sich zu erholen. Eislaufen und Schlitteln waren die ersten Sportarten, die in den Kurorten populär wurden. Und dann? Na ja, das erste offizielle internationale Schlittenrennen fand 1883 statt – ein Meilenstein, der die Begeisterung für den Wintersport weiter anfachte.

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Interessanterweise wurde das Skifahren zwar nicht in der Schweiz erfunden, aber die Entwicklung des Skis fand dort ihren Platz. Sir Arthur Conan Doyle, der berühmte Schriftsteller, entdeckte 1894 das Skifahren in Davos und machte es damit für englische Touristen attraktiv. Die Integration des Skis in die Schweizer Armee ermöglichte es dann einer breiteren Bevölkerung, diesen Sport zu erleben. Und so kam es, dass in den 70er Jahren fast jeder Schweizer Ski fuhr!

Die Tradition und Geschichte der Silvesterchläuse und die Entwicklung des Wintersports in der Schweiz sind nur einige Facetten einer reichen Kultur, die es zu entdecken gilt. Die digitalen Archive, die jetzt zur Verfügung stehen, laden dazu ein, in diese Geschichten einzutauchen. Und während wir die Filme anschauen, spüren wir die Kälte des Schnees und hören das fröhliche Lachen der Menschen, die sich im Winter vergnügen. Ein Hoch auf unsere Traditionen und die unvergängliche Liebe zum Wintersport!