Ostschweizer Innovation im Rampenlicht: Der WTT Young Leader Award feiert 20 Jahre kreativen Ideenreichtum
Am Mittwoch, dem 28. Oktober, wird die Tonhalle St. Gallen zum Schauplatz eines besonderen Ereignisses. Hier feiert das Kompetenzzentrum Wissenstransfer & Innovation (WTT) der Ostschweizer Fachhochschule den WTT Young Leader Award in einem festlichen Rahmen – und das gleich noch mit dem 20-jährigen Jubiläum! Ein bisschen wie ein großes Klassentreffen, nur dass die Protagonisten nicht einfach nur alte Schulfreunde, sondern kreative Köpfe aus der Wirtschaft sind, die ihre Praxisprojekte präsentieren. 74 Studierendenteams kämpfen um die begehrten Awards, und das Motto „Spitzenleistungen“ könnte nicht passender sein.
Die Studierendenzahlen im Departement Wirtschaft haben im laufenden Studienjahr die 1.000er-Marke geknackt. Das ist ein echter Kracher! Der Grund für diesen Anstieg? Eine Ausweitung der betriebswirtschaftlichen Studiengänge sowie die Einführung eines neuen Studiengangs in Management und Recht. Man könnte sagen, die Ostschweiz hat sich auf die Fahnen geschrieben, die besten Köpfe von morgen auszubilden.
Ein Blick hinter die Kulissen
Der Beirat des WTT Young Leader Awards, der aus knapp 30 Sponsoren besteht, zeigt sich als starke Säule des Anlasses. Sie unterstützen die Veranstaltung sowohl ideell als auch finanziell. Insgesamt werden 22.000 Franken Preisgelder an die Finalisten vergeben – das ist kein Pappenstiel! Die Mitglieder des Beirats treffen sich jährlich abwechselnd bei einem Mitglied. In diesem Jahr war Daniel Lehmann aus Appenzell Ausserrhoden der Gastgeber und berichtete über die Herausforderungen, die das Amt mit sich bringt. Der Fachkräftemangel und die Verkehrserschließung sind Themen, die nicht nur für ihn, sondern auch für viele Unternehmen von großer Bedeutung sind.
Appenzell Ausserrhoden hat eine bemerkenswerte Beschäftigungsdichte: Über 28.000 Arbeitsplätze stehen rund 57.000 Einwohnern gegenüber. Und das soll nicht genug sein – bis 2029 sollen noch einmal 1.000 Vollzeitstellen dazu kommen. Da fragt man sich schon, wo all diese Fachkräfte herkommen sollen. Eine Zusammenarbeit mit anderen Ostschweizer Wirtschaftsämtern wird als Schlüssel angesehen, um dem Fachkräftemangel gemeinsam entgegenzuwirken. Die Unternehmen im Beirat sind sich einig: Hier gibt es Handlungsbedarf!
Die Lage auf dem Arbeitsmarkt
Und während wir in der Ostschweiz über Fachkräftemangel reden, gibt es auch gute Nachrichten. Laut einer Studie von Adecco und der Universität Zürich entspannt sich der Fachkräftemangel in der Schweiz zum zweiten Mal in Folge. Besonders in Berufen, die stark von künstlicher Intelligenz betroffen sind, wie beispielsweise im KV-Bereich oder bei Informatikern, gibt es tendenziell ein Überangebot an Stellensuchenden. Komischerweise zeigt sich jedoch, dass im Gesundheitswesen, vor allem bei Pflegefachkräften und Physiotherapeuten, der Mangel am größten bleibt. Hier könnte man fast von einem paradoxen Zustand sprechen.
In den letzten Monaten hat sich der Fachkräftemangel vor allem in Zürich und der Nordwestschweiz entspannt, während er in der Ostschweiz nach wie vor groß ist. Die wirtschaftliche Abkühlung und geopolitische Unsicherheiten haben zu einem Rückgang des Bedarfs an Mitarbeitenden geführt. Das zieht sich durch die Branche, und die Unternehmen müssen sich anpassen und kreative Lösungen finden, um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden.
So bleibt der WTT Young Leader Award ein wichtiger Impulsgeber, nicht nur für die Studierenden und ihre Projekte, sondern auch für die Unternehmen und die gesamte Region. Vielleicht ist es genau dieser Spirit, der die Ostschweiz vorantreiben kann – mit frischen Ideen, engagierten Köpfen und einer Prise Mut.
