In Herisau, am pulsierenden Herzen von Appenzell Ausserrhoden, gibt es jetzt einen Grund zur Freude für Nachtschwärmer und Frühaufsteher. Ab heute, dem 2. Juli 2026, hat die Migros an der Alpsteinstrasse ihre Türen rund um die Uhr geöffnet. Ja, Sie haben richtig gelesen – 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche! Damit wird die Filiale zur ersten ihrer Art in der Region und könnte ein Vorreiter für ähnliche Konzepte in der Schweiz werden.

Die Eröffnung des 24-Stunden-Betriebs war ursprünglich für den Sommer 2025 geplant. Doch wie das oft so ist, haben bürokratische Hürden und Einsprüche gegen bauliche Anpassungen den Prozess verzögert. Nun liegt die Betriebsbewilligung endlich vor, und die Herisauer dürfen sich auf ein flexibles Einkaufserlebnis freuen. Während des Tages wird die Filiale mit Personal betrieben, was für eine freundliche Atmosphäre sorgt. Nach 19 Uhr schaltet das Geschäft dann in den Selbstbedienungsmodus um – eine interessante Mischung aus traditionellem Einkauf und modernster Technik!

Innovatives Konzept und flexible Einkaufsmöglichkeiten

Das Konzept selbst basiert auf der Infrastruktur der unbedienten Migros-Teo-Läden. Kunden haben die Möglichkeit, mit ihrem Smartphone Zutritt zu erhalten und an modernen Self-Checkout-Kassen zu bezahlen. Egal ob mit Debit- oder Kreditkarte, über die Migros-App oder sogar mit Twint – es gibt viele Wege, um den Einkauf bequem abzuwickeln. Auf einer Verkaufsfläche von rund 300 Quadratmetern finden sich etwa 7000 Artikel, die den Bedürfnissen der Kunden gerecht werden.

Ein weiterer interessanter Punkt: Die Filiale ist video- und sensorüberwacht, was ein gewisses Sicherheitsgefühl vermittelt, besonders in der Nacht. Natürlich gibt es auch Einschränkungen – Regale dürfen nach 19 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen nicht bewirtschaftet werden. Die Auffüllung der Regale erfolgt vor oder nach den bedienten Öffnungszeiten, damit alles frisch und einladend bleibt.

Kritik und Herausforderungen

Doch nicht alle sind von diesem neuen Konzept begeistert. Der Gewerkschaftsbund St. Gallen-Appenzell äußert Bedenken und warnt vor einer Benachteiligung kleinerer Detailhändler. Sie sehen in den 24-Stunden-Konzepte nicht nur eine Herausforderung für die Konkurrenz, sondern auch möglicherweise negative Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen. Ein berechtigter Punkt, der sicherlich in den kommenden Wochen und Monaten kritisch begleitet wird.

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Die Migros begründet ihre Entscheidung mit dem steigenden Bedürfnis nach flexiblen Einkaufsmöglichkeiten. Das Unternehmen sieht in Herisau einen idealen Teststandort: gut erreichbar, aber nicht überlaufen wie eine Großstadt. Und die Konkurrenz schläft nicht. Auch Valora und andere bieten bereits 24-Stunden-Shops an, was die Situation nicht gerade einfacher macht.

Was das Ganze für die Gemeinde bedeutet? Es bleibt abzuwarten, ob diese Neuerung als Bereicherung oder als Bedrohung angesehen wird. Eines ist sicher: Der lokale Handel ist im Wandel, und wir dürfen gespannt sein, wie sich die Dinge entwickeln.