Die Migros in Herisau AR hat ein echtes Pilotprojekt auf die Beine gestellt. Hier eröffnet nämlich die erste 24-Stunden-Filiale der Genossenschaft. Tagsüber gibt’s freundliches Personal, das bis 19 Uhr bereitsteht. Nachts, an Sonn- und Feiertagen können Kunden dann einfach mit ihrem QR-Code oder über die Cumulus-Karte bzw. die Migros-App einchecken. Das ist doch mal eine praktische Lösung für alle Nachteulen und Frühaufsteher!

Mit einer Fläche von knapp 300 Quadratmetern hat die Filiale einiges zu bieten: Rund 7000 Artikel warten darauf, entdeckt zu werden. Bezahlt wird an modernen Self-Checkout-Kassen, was den Einkauf noch schneller und einfacher macht. Allerdings gibt es ein paar Regeln zu beachten – nachts und an Feiertagen dürfen die Regale nicht bestückt werden, damit alles seine Ordnung hat. Das Ganze ist video- und sensorüberwacht, und im Notfall kann über Lautsprecher Kontakt aufgenommen werden. Sicherheit wird hier großgeschrieben.

Flexibilität und Nachfrage

Das Konzept reagiert auf die steigende Nachfrage nach flexiblen Einkaufsmöglichkeiten, was gerade in ländlichen Regionen wie Herisau wichtig ist. Samuel Bauert, Direktor von Migros Ostschweiz, hebt hervor, dass kleinere Ladenformate auf dem Land oft echte Versorgungslücken schließen können. Laut Konsumforscher Gianluca Scheidegger sind solche Formate besonders wertvoll, weil sie Menschen, die sonst weite Wege in Kauf nehmen müssten, einen einfachen Zugang zu Lebensmitteln ermöglichen. Wer mag das nicht? Direkt um die Ecke shoppen zu können, ohne lange Anfahrten? Einfach genial!

Ein bisschen anders sieht die Lage in den Städten aus. Die Konkurrenz hat zwar auch mit unbemannten Läden experimentiert, aber da gab’s nicht nur positive Erfahrungen. Sachbeschädigungen und Diebstähle waren keine Seltenheit. Coop zum Beispiel sieht 24-Stunden-Läden nicht als Zukunftsthema, während Spar in der Vergangenheit Automatenläden in Bündner Dörfern eröffnet und wieder geschlossen hat – ohne viel Aufhebens. Das lässt einen schon fragen, wie nachhaltig solche Konzepte wirklich sind.

Die Zukunft der 24-Stunden-Filialen

In Herisau wird das Pilotprojekt nun intensiv ausgewertet, bevor weitere 24-Stunden-Filialen ins Auge gefasst werden. Gerüchte besagen, dass die nächste Filiale möglicherweise in Graubünden eröffnet werden könnte. Die Schätzungen über den Mehrumsatz? Rund 25 Prozent mehr als bei herkömmlichen Öffnungszeiten – das ist ein Wort! Hoch ist auch die Erwartung an die Kundenfrequenz, vor allem am Sonntagvormittag und in Samstagnacht. Da wird’s sicher lebhaft zugehen!

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Der Trend zu unbemannten Supermärkten, die auch als Smart Stores bekannt sind, ist nicht nur in der Schweiz ein Thema. In Deutschland sind solche Läden in ländlichen Regionen bereits weit verbreitet. Hier können Kunden über eine App oder mit EC-/Kreditkarte einchecken und selbstständig ihre Einkäufe abwickeln. Das Konzept der Smart Stores könnte auch in der Schweiz zukunftsträchtig sein, vor allem wenn man bedenkt, dass die Nachfrage nach digitalen Lösungen kontinuierlich steigt. Einige Gemeinden bewerben sich bereits um eigene Filialen. Wer hätte gedacht, dass Einkaufen so modern und unkompliziert werden kann?

Doch, wie so oft, gibt es auch Herausforderungen. Gesetzliche Regelungen zum Ladenöffnungsrecht und Fragen des Jugendschutzes bei Alkohol- und Tabakverkauf sind nur einige der Themen, die gelöst werden müssen. Technologische Lösungen für Altersverifikation und Sicherheit sind ebenfalls notwendig. Aber hey, wer nicht wagt, der nicht gewinnt, oder? Wir sind gespannt, wie sich das Ganze entwickeln wird.