Heute ist der 30.05.2026 und während in Basel der Alltag seinen gewohnten Gang geht, gibt es Neuigkeiten aus Kaltbrunn, die zum Nachdenken anregen. Daniela Brunner-Gmür legt nach über sechs Jahren ihr Amt als Gemeindepräsidentin nieder. Ein Abschied, der nicht nur das Ende einer Ära markiert, sondern auch die Geschichte einer Frau erzählt, die als erste weibliche Präsidentin ihrer Gemeinde in die Geschichtsbücher eingegangen ist.

Brunner-Gmür, aufgewachsen im Oberstufen-Schulhaus von Kaltbrunn und geprägt von einem engen Familienzusammenhalt, hat eine ganz besondere Verbindung zu ihrer Heimat. Ihre Eltern waren Hauswarte, was ihr einen direkten Einblick in die Dorfgemeinschaft gab. Man kann sich gut vorstellen, wie sie an kalten Wintertagen mit ihren Skiern die Hänge hinunterbrauste oder an warmen Sommertagen mit Freunden durch die Wälder wanderte. Solche Erinnerungen formen Charaktere und lassen sie wachsen.

Ein Lebensweg voller Wendungen

Die Reise von Daniela Brunner-Gmür ist auch eine Geschichte der Wandlung. Nach einer Ausbildung zur Zahnarztgehilfin und ersten Schritten im Journalismus hat sie sich in der Kommunikation bei der Schweizer Armee etabliert. In dieser Rolle begleitete sie Journalisten im Kosovo, eine Erfahrung, die sie nicht nur prägte, sondern auch in ihrer späteren Arbeit als Gemeindepräsidentin bereicherte. Es ist beeindruckend, wie sie es geschafft hat, zwei Welten zu verbinden: die des Journalismus und die der Politik. Nach dem Ende ihrer Präsidentschaft plant sie, eine regionale Informations- und Beratungsstelle für die Region Zürichsee-Linth bei der Spitex aufzubauen. Ein weiteres Zeichen ihrer Verbundenheit mit der Region und ihrem unermüdlichen Einsatz für die Gemeinschaft.

Hanspeter Krüsi, der nach über 43 Jahren im Polizeidienst in den wohlverdienten Ruhestand gegangen ist, bringt ebenfalls eine spannende Lebensgeschichte mit. Seine Karriere begann er als Konditor, bevor er 1983 die Polizeischule in Zürich besuchte. Acht Jahre später war er bereits Kantonspolizist in Appenzell Ausserrhoden. Krüsi hat sich einen Namen gemacht als Polizeisprecher und Kommunikationschef der Kantonspolizei St. Gallen. Die Medienarbeit war oft ein Drahtseilakt, besonders wenn man bedenkt, dass er sein Hobby als Komiker aufgeben musste, um den Anforderungen seines Berufs gerecht zu werden. Doch jetzt, nach seiner Pensionierung, ist er zurück auf der Bühne! Bei Privatanlässen, Seniorennachmittagen und Firmenfeiern sorgt er für gute Stimmung und bringt die Menschen zum Lachen.

Ein persönlicher Blick auf das Leben

Am Sonntag, den 31. Mai 2026, werden Daniela Brunner-Gmür und Hanspeter Krüsi im Rahmen der Gesprächsreihe „Persönlich“ in der Lokremise in St. Gallen zu Gast sein. Die Veranstaltung wird von Michèle Schönbächler moderiert und verspricht, tiefere Einblicke in das Leben der beiden Persönlichkeiten zu geben. Die Tür öffnet um 9 Uhr, und das Publikum wird gebeten, bis 9.30 Uhr zu erscheinen. „Persönlich“ ist kein gewöhnliches Informationsformat – es ist mehr eine Einladung, das Menschliche hinter den öffentlichen Personen zu entdecken.

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Es ist faszinierend zu beobachten, wie sich zwei Lebenswege kreuzen, die geprägt sind von Hingabe, Humor und einem tiefen Sinn für Gemeinschaft. Ob in der Politik oder bei der Polizei – beide haben ihren Platz gefunden und teilen nun ihre Geschichten, die uns alle inspirieren können. Es gibt so viel, was man aus ihren Erfahrungen lernen kann, und wir dürfen gespannt sein, was die Zukunft für sie bereithält.