Heute ist der 25.04.2026 und im Kanton Aargau hat sich ein spannendes Ereignis entfaltet, das die Verknüpfung von Wirtschaft und Politik in den Fokus rückt. Das FORUM AARGAU, ein branchenübergreifendes Netzwerk, hat sich versammelt, um über die Weiterentwicklung der Region zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen der Austausch zwischen Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sowie die aktuellen Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Die Präsidentin Nina Suma gab einen Rückblick auf die Aktivitäten des Netzwerks im Jahr 2025 und stellte die Erfolge für die Wirtschaft im Kanton eindrücklich dar.
Ein bedeutender Punkt der Versammlung war die personelle Veränderung im Vorstand. Neu gewählt wurden Paloma Spiess und Damian Moor, die nun die Nachfolge von Stefan Huwyler und Michael Umbricht antreten. Nach dem offiziellen Teil erhielten die Teilnehmenden eine spannende Führung durch die GPA Green Power Aarau AG. Geschäftsführer Markus Regez erklärte die Prozessschritte zur Energiegewinnung aus Speiseabfällen und Grüngut. Der innovative Ansatz zur kontrollierten Vergärung, der Biogas produziert, zeigt, wie nachhaltige Energieversorgung vor Ort verwirklicht werden kann und stellt einen wichtigen Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft dar.
Kreislaufwirtschaft im Aargau
Die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft wird auch durch eine aktuelle Studie der Berner Fachhochschule und der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich unterstrichen. Diese Studie, die in mehreren Kantonen, einschließlich Aargau, finanziert wurde, zeigt, dass Aargauer Unternehmen in der Kreislaufwirtschaft besser abschneiden als der Schweizer Durchschnitt. Rund 30% der Unternehmen in der Region haben diese Prinzipien bereits in ihren Geschäftsstrategien verankert, während es im Schnitt nur 27% sind. Erfreulich ist auch, dass lediglich 32% der Aargauer Firmen noch nichts zur Kreislaufwirtschaft umgesetzt haben, was im Vergleich zu 44% landesweit signifikant niedriger ist.
Die Aktivitäten der Aargauer Unternehmen sind vielfältig und reichen von der Installation von Solarpanels bis hin zur verstärkten Nutzung erneuerbarer Energiequellen. Kosteneinsparungen sind das Hauptmotiv für viele Firmen, Kreislaufwirtschaft zu implementieren. Zwei Drittel der Unternehmen haben bereits Maßnahmen ergriffen, und 8% investieren mehr als 10% ihrer Gesamtinvestitionen in diesen Bereich. Dieses Engagement zeigt nicht nur ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit, sondern auch ein starkes Interesse an lokaler und umweltschonender Produktion.
Ein Blick in die Zukunft
In einer Zeit, in der geopolitische Entwicklungen immer mehr Einfluss auf die Wirtschaft nehmen, betonen Experten die Wichtigkeit der Ressourcenschonung. Die Aargauer Unternehmen, viele davon international ausgerichtet, sind besonders anfällig für globale Trends. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass sie sich weiterhin auf nachhaltige Praktiken konzentrieren, um sowohl ökonomisch als auch ökologisch zukunftsfähig zu bleiben. Mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung von Netzwerken wie FORUM AARGAU wird der Austausch zwischen Wirtschaft und Politik gefördert, was letztlich der gesamten Region zugutekommt.
Das FORUM AARGAU und die positiven Entwicklungen im Bereich der Kreislaufwirtschaft sind ein lebendiges Beispiel dafür, wie Zusammenarbeit und Innovation Hand in Hand gehen können, um eine nachhaltige Zukunft zu gestalten. Die Aargauer Firmen zeigen, dass sie bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und aktiv an der Gestaltung einer umweltfreundlicheren und ressourcenschonenden Wirtschaft mitzuwirken.