Die Grasshoppers (GC) stehen in der Barrage gegen den FC Aarau vor einer entscheidenden Situation. Am 18. Mai steht das Hinspiel an, und die Erwartungen sind hoch. Doch die Vorzeichen könnten kaum ungünstiger sein. Das Barrage-Heimspiel am 23. Mai kann nicht wie geplant im Letzigrund-Stadion stattfinden – ein Metallica-Konzert hat sich dazwischen geschoben. Eine ganz schön knifflige Lage für die Zürcher! Um die Sache noch komplizierter zu machen, haben die Sicherheitsbehörden GC Asyl verweigert, nachdem es zu Ausschreitungen durch Fans gekommen ist. Die Antwort auf diese chaotische Situation? Das Rückspiel wird vorverlegt auf den 21. Mai. Ein paar Tage, die den Grasshoppers kaum Zeit zur Erholung lassen.

Der FC Aarau zeigt sich über die Terminverschiebung alles andere als erfreut. CEO Sandro Burki äußert scharfe Kritik und bezeichnet das Ganze als Armutszeugnis für den Fußball. Man fragt sich: Wie kann es sein, dass solche Entscheidungen so kurzfristig getroffen werden? Um die Situation noch mehr zu belasten, musste Aarau am Freitagabend gegen Yverdon mit der Stammformation antreten und hat nun nur zwei Tage zur Regeneration. Im Gegensatz dazu hat GC im letzten Ligaspiel gegen Lausanne (3:1) seine Profis geschont. Trainer Peter Zeidler verteidigt diese Entscheidung mit Nachdruck und sieht keinen Grund für Kritik. Schließlich, so könnte man sagen, ist das Überleben in der Liga das höchste Ziel.

Ein glanzvoller Hinspielauftakt

Und dann kam das Hinspiel! Hier in Lugano, auf dem Campus Niederhasli, gab es für die Grasshoppers ein wahres Schützenfest zu bestaunen. Sie gewannen das erste Duell der Barrage gegen Aarau mit satten 4:0. Kaum zu fassen, oder? Die Tore fielen in schöner Regelmäßigkeit: Lee Young-jun eröffnete in der 14. Minute das Feuer, gefolgt von Pascal Schürpf in der 41., Nicolas Muci in der 79. und schließlich Ayumu Seko per Strafstoß in der 86. Minute. Die Zuschauer, rund 3800 an der Zahl, waren begeistert und jubelten den Grasshoppers zu, die das Spiel klar dominierten. Aarau fand in der ersten Halbzeit kaum ins Spiel und war von der Spielweise der Grasshoppers sichtlich überrascht.

Der Trainer der Grasshoppers, Tomas Oral, wurde zum „Man of the Match“ gekürt, was nicht verwunderlich ist. Man könnte fast meinen, er hätte den Schlüssel zu Aarau’s Schwächen gefunden! Nach der Halbzeit versuchte Aarau zwar, sich etwas zu fangen, aber wirklich gefährlich wurde es nicht. Ein langer Schuss war alles, was ihnen einfiel – und der wurde von Justin Hammel im Tor der Grasshoppers locker pariert. Die gelben Karten, die von Schiedsrichter Schnyder verteilt wurden, waren zwar ein wenig umstritten, aber das spielte in diesem Moment keine Rolle. Die Grasshoppers hatten die Oberhand und stellten klar, dass sie bereit sind, in der Liga zu bleiben.

Der Druck auf GC wächst

<pWährend die Grasshoppers jubeln, gibt es jedoch auch dunkle Wolken am Himmel. Die U21 von GC trat nicht gegen den FC Courtételle an, was dem Aufstiegsrennen in der 1. Liga einen Dämpfer versetzte. Hier droht eine Geldstrafe vom Schweizer Fußballverband, und die Swiss Football League (SFL) hat bereits das Vorgehen von GC als unsportlich kritisiert. Reglementsanpassungen sind in Planung, um solche Situationen in Zukunft zu vermeiden. Ein ganz schön heißes Eisen, könnte man sagen. Wer hätte gedacht, dass eine Barrage so viele Nebenschauplätze aufwirft?

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Der Druck auf die Grasshoppers wächst, und die kommenden Tage werden entscheidend sein. Doch wie heißt es so schön? „In der Ruhe liegt die Kraft.“ Ob sie diese Ruhe finden können, wird sich zeigen. Die Fans dürfen gespannt sein, wie es weitergeht.