In Aargau geht es derzeit drunter und drüber – zumindest wenn man die Genossenschaft ländliches Bauen (GLB) betrachtet. Die Leute dort haben alle Hände voll zu tun. Bis zum Herbst 2026 sind die Kapazitäten fast vollständig ausgelastet. Kaum zu fassen, oder? Im letzten Jahr wurden 60 landwirtschaftliche Bauprojekte in Angriff genommen, darunter 16 Güllegruben, die ordentlich Volumen haben – von 78 bis über 1400 m³. Da könnte man fast meinen, die Aargauer Landwirte legen sich ins Zeug, um ihre Betriebe auf Vordermann zu bringen.

Doch wie so oft im Leben gibt es auch hier Herausforderungen. Die Bauherren klagen über die aufwendigen Baubewilligungsverfahren. Wenn dann noch schlechtes Wetter ins Spiel kommt, wird’s schnell knifflig. An der 52. Generalversammlung, die 250 Mitglieder und Gäste zusammenbrachte, wurde von Umsatzsteigerungen und positiven Rechnungsabschlüssen berichtet. Aber die Auflagen und Vorschriften, die die Kosten in die Höhe treiben, machen den Bauherren das Leben nicht gerade leichter.

Neue Perspektiven durch Gesetzesänderungen

Schaut man sich die aktuellen Entwicklungen im Baugesetzbuch an, könnte man optimistisch werden. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch eine Änderung beschlossen, die sich positiv auf die landwirtschaftlichen Betriebe auswirken soll. Die Umnutzungsfrist für ehemals landwirtschaftliche Gebäude im Außenbereich wird von sieben auf zehn Jahre verlängert. Das gibt den Landwirten mehr Zeit, um alte Ställe oder Scheunen sinnvoll zu nutzen. Ein Segen, wenn man bedenkt, wie schnell die Zeit vergeht und wie viel Planung in solchen Vorhaben steckt!

Aktive landwirtschaftliche Betriebe profitieren ebenfalls von den neuen Regelungen. Es wird nicht nur einfacher, Wohngebäude zu erweitern, sondern es ist auch möglich, ein selbstständiges Wohngebäude als Anbau zu errichten. Die Anzahl der möglichen Wohnungen auf landwirtschaftlichen Betrieben wird sogar auf vier erhöht! Voraussetzung ist, dass diese Wohnungen von den bisherigen Eigentümern und deren Familien genutzt werden – also alles ganz familiär. Das hört sich doch nach einer echten Aufwertung der landwirtschaftlichen Betriebe an!

Personelle Veränderungen und Zukunftsausblick

Die GLB blickt auch in die Zukunft. Tobias Hug wird ab Sommer 2027 neuer operativer Geschäftsführer und löst Martin Küng ab, der nach vielen Jahren seinen Platz räumt. Hans Treier hat nach 18 Jahren seinen Hut genommen, und mit Urs Reimann gibt es jetzt einen neuen Vorstand. Zehn Mitarbeitende wurden für ihre langjährige Treue geehrt – darunter Martin Küng und Adrian Käser, die für 45 bzw. 30 Jahre ausgezeichnet wurden. Das ist doch eine beachtliche Leistung!

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Für die GLB bleibt die Arbeitssicherheit ein zentraler Punkt – ihr Motto „Keine Stolperunfälle dank sauberer Baustellen“ ist nicht nur ein schöner Spruch, sondern sollte auch ernst genommen werden. In einem Bereich, wo so viel im Gange ist, von neuen Projekten bis hin zu personellen Umstellungen, ist es wichtig, dass alle sicher und unfallfrei arbeiten können. Wer möchte schon, dass ein Missgeschick die gute Stimmung trübt? An dieser Stelle kann man nur hoffen, dass die Auflagen nicht weiterhin die Baukosten und -aufwände unnötig in die Höhe treiben.