Zürichs Verkehrsrevolution: Weichenstellung für die Zukunft der Mobilität
In Zürich, wo die Straßenbahnen durch die Stadt zuckeln und die S-Bahn den Puls des Grossraums schlägt, stehen die Weichen für die Zukunft des öffentlichen Verkehrs. Finanzierungs- und Planungssicherheit sind die Schlagworte, die den Regierungsrat dazu bewegen, alle zwei Jahre eine neue ZVV-Strategie vorzulegen. So gilt die aktuelle Fassung für den Zeitraum von 2029 bis 2032. Und die Herausforderung? Die Bevölkerung im Kanton Zürich wird bis 2035 um etwa 145.000 Personen wachsen. Ziemlich beeindruckend, oder? Das bedeutet, dass die Mobilitätsnachfrage in den kommenden Jahren sprunghaft ansteigen wird.
Ein Ziel des ZVV ist es, den Anteil des öffentlichen Verkehrs am Modalsplit bis 2040 auf mindestens 40% zu erhöhen. Das ist kein leichtes Unterfangen, denn die S-Bahn im Grossraum Zürich ist bereits stark ausgelastet. Hier stehen Ausbauten an, doch die Umsetzung hängt vom Infrastrukturausbau ab. Und hier kommt die Unsicherheit ins Spiel. Die Finanzierung und die Zeitplanung könnten durch Bundeskontrollen ins Wanken geraten. Währenddessen wird der Fokus auf spannende Projekte im Tram- und Stadtbahnnetz gelegt, wie die Verlängerung der Glattalbahn bis Kloten Industrie und der Tram Affoltern ab 2031. Ein bisschen Geduld ist also gefragt.
Die Herausforderungen der nächsten Jahre
Bei den Plänen für die Busnetze stehen die Verantwortlichen vor großen Herausforderungen. Platzmangel und Staus sind allgegenwärtig, und dennoch soll das Netz attraktiver und zuverlässiger werden. Priorität hat die Sicherung der bestehenden Qualität sowie die Aufwertung nachfragestarker Linien. Auch ein Versuch zur Ausdehnung des Nachtnetzes auf Wochentage wird angestrebt. Ein Thema, das viele Nachtschwärmer sicherlich freuen wird!
Besonders spannend ist die Beratung und der Verkauf für nicht digitalaffine Personen. Der ZVV möchte den Zugang zum öffentlichen Verkehr erleichtern und plant, in diesem Bereich auszubauen. Eine Grundversorgung mit Service- und Beratungsstellen bleibt auch bestehen. Aber nicht alles ist rosig: Die Kosten steigen im Strategiehorizont schneller als die Einnahmen. Gründe dafür sind der Angebotsausbau, die Dekarbonisierungsstrategie und die Flottenerneuerung. So wird für 2027 eine Kostenunterdeckung von 481,2 Millionen Franken und für 2028 von 491 Millionen Franken erwartet. Das ist kein Pappenstiel!
Der Rahmenkredit 2024
Am 25. März 2024 hat die Mitte Fraktion den Vorlagen des Zürcher Verkehrsverbunds zugestimmt. Der Rahmenkredit 2024 sowie die ZVV-Strategie 2025-2029 stehen ganz im Zeichen der Stärkung des öffentlichen Verkehrs im Kanton Zürich. Die Grundlage des Kredits ist das Budget 2024 und die Finanz- und Investitionsplanung für die Jahre 2024 bis 2029. Für 2024 wird eine Kostenunterdeckung von 437,5 Millionen Franken prognostiziert. Ein stabiler Betrieb und ein angemessener Ausbau des Fahrplanangebots sind dabei das A und O.
Der ZVV soll nicht nur als Transportmittel dienen, sondern auch aktiv zum Klima- und Umweltschutz beitragen. Die Strategie für 2025 bis 2029 ist darauf ausgelegt, die Weichen für die kommenden Jahre zu stellen. Aber die Realität sieht anders aus, denn die Kostendeckungsgrade sind während der Pandemie von 70% auf 57% gefallen. Ziel ist es, über 60% zu erreichen. Und ja, die Fahrpreise werden voraussichtlich in den nächsten Jahren steigen – kein Grund zur Freude, das versteht sich.
Langfristige Perspektiven und Projekte
Die ZVV-Strategie 2025-2029 zeigt deutlich, dass wir vor einer engen Situation im öffentlichen Verkehr stehen. Projekte wie der Ausbau der S-Bahn auf der Strecke Zürich-Winterthur und die Trambahnausbauten sind in Planung. Die Tramtangente Nord soll von Affoltern über Oerlikon zum Bahnhof Stettbach führen, während die Glattalbahn vom Bahnhof Stettbach über Dübendorf nach Dietlikon verlängert werden soll. Das ist alles langfristig angelegt, und die Verantwortlichen betonen, dass wir Geduld brauchen – die Vorlaufzeiten bei Infrastrukturbauten sind erheblich.
Der Verkehrsraum ist begrenzt und muss mit Autos, Velos und Fußgängern geteilt werden, was die Herausforderung noch vergrößert. Gleichzeitig setzt der ZVV auf eine Reduzierung der CO2-Emissionen bei dieselbetriebenen Bussen. Und damit nicht genug – am 9. November 2023 wird es ein Podium zur Dekarbonisierung geben, das die Zukunft des Verkehrs in Zürich beleuchten wird. Ein spannendes Thema, das uns alle betrifft. Schließlich wird der Billetverkauf in Regionalbussen bis Ende 2024 eingestellt – die digitale Ticketlösung wird immer mehr zur Norm.
Ein Blick über die Grenzen hinaus zeigt zudem, dass auch der nationale und internationale Fernverkehr für Zürich von Bedeutung ist. Und während sich der öffentliche Verkehr weiterentwickelt, bleibt eines klar: Der ZVV hat noch einiges vor. Die nächsten Jahre werden entscheidend sein, um die Mobilität im Kanton Zürich nachhaltig zu gestalten. Wir dürfen gespannt sein, was uns die Zukunft bringt!
